Wer nicht die richtigen Vorfahren hat, macht sich in der Flüchtlingsdebatte verdächtig, meint Frau Schmidt


Amtlicher Rassismus

Amtlicher Rassismus

Wer keinen „deutschen“ Namen hat, macht sich verdächtig, wenn er bei der Einwanderungs- und Flüchtlingsfrage nicht „deutsche“ Positionen und das „deutsche Vaterland“ verteidigt. Das riecht nach Interessenkonflikt. Wer nicht die richtige Abstammung hat, sollte sich doch mit seinen öffentlichen Äußerungen zurückhalten. Jedenfalls meint das eine Kölner Juristin im Disput mit meiner Frau. Ein Patriot sei der, der sein Vaterland liebt.

„Vaterland hingegen ist das Land, wo die eigenen Vorfahren herkommen. Also Bitte beteilige dich an einem Sinti- und/oder Roma-Diskurs. Danke“, schreibt Frau Schmidt, also waschechter germanischer Adel, der im Zuge der Völkerwanderung aus Zentralafrika irgendwann mal in nordische Regionen vorgedrungen ist.

Es kommt halt immer auf die zeitliche Einordnung der Vorfahren an. Hier empfiehlt das Notiz-Amt einen Blick in Wikipedia. Was sagt denn der Blut- und Boden-Lehrmeisterin der Name „Gunnar Sohn“? Klingt doch irgendwie ok, um von Frau Schmidt nicht aus dem „Diskurs“ über Einwanderung und Flüchtlinge ausgeschlossen zu werden?

Mehr dazu in meiner morgigen Notiz-Amt-Kolumne für die Netzpiloten.

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Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
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