Der blinde Fleck des „Kapitalismus“


The Catjects Project

Über Joseph Vogls Buch „Der Souveränitätseffekt“

Zeitschrift für Germanistik 25, Heft 3 (2015), S. 636–642

Die rätselhafte Ontologie des öffentlichen Kredits, das Mysterium eines allzu fungiblen Geldes, die politische Sensibilität des Finanzwesens und damit das Monstrum der Zentralbanken entschlüsseln sich, sobald man die immer wieder neu umstrittene Arbeitsteilung in den Blick nimmt, innerhalb derer sich Politik und Wirtschaft, gerahmt von Erziehung, Kunst, Recht, Religion und Wissenschaft, über gegenwärtig aussichtsreiche Zukünfte und die erforderliche Vorsorge für diese auseinandersetzen.

Joseph Vogl regt eine Debatte über die Singularität des modernen Finanzwesens an, die nur geführt werden kann, wenn man das Bild eines allzu entschiedenen Kapitalismus durch das Bild einer zukunftsoffenen Gesellschaft ersetzt. Machenschaften des Kapitals bleiben auch hier Machenschaften. Jedoch können wirtschaftliche Reichweiten bestimmter gesellschaftlicher Konstellationen und politische Interventionschancen realistischer eingeschätzt werden. Dazu ist es nicht zuletzt erforderlich, das Theorem einer funktionalen Differenzierung der Gesellschaft nicht mit der Idee kulturell homogener und institutionell…

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