Wenn Warteschleifen öffentlich werden – @Telekom_hilft im Kundendialog mit @nifoc_


Statt Hotline-Terror nun Twitter-Terror

Statt Hotline-Terror nun Twitter-Terror

Ich bin hier ja schon häufig darauf eingegangen, warum Service-Anbieter den netzöffentlichen Dialog mit Kunden hassen und sich lieber wieder in ihren anonymen Hotline-Höhlen verkriechen würden. Dumm nur, dass sich die Kunden darauf nicht einlassen. Und wenn dann ein Unternehmen wie die Telekom in sozialen Netzwerken Anlaufstellen für den Dienst am Kunden bietet und dennoch in der Organisation nicht für reibungsloses Kundenmanagement sorgt, sind die negativen Netzwerkeffekte noch verheerender.

Was Daniel Kempkens in schönster Twitter-Prosa mit @Telekom_hilft seit acht (!) Monaten wegen eines profanen Router-Problems erlebt, stellt selbst den legendären Buchbinder Wanninger in den Schatten.

Bei Schlecky Silberstein kann man das absurdeste Kundengespräch der Welt in voller Pracht genießen.

Hier noch die Reaktion des Social Media-Teams von @Telekom_hilft

Man sollte diesen Twitter-Diskurs als Hörbuch rausbringen oder einen Song komponieren oder so.

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Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
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2 Antworten zu Wenn Warteschleifen öffentlich werden – @Telekom_hilft im Kundendialog mit @nifoc_

  1. bosbachmobi schreibt:

    Besonders spannend – oder heißt das in diesem Kontext dann befremdlich – ist, wenn sich die Telekom (u.a.) mit diesem Service dann für den New Work Award bewirbt… https://newworkaward.xing.com/voting
    Das wäre ja nicht mal „New Service Award“ tauglich.
    Schade, dass hier Konzerne eine Bühne bekommen um ein Thema wie „New Work“ so ad absurdum zu führen. Wir hätten als (ehem.) Land der Dichter und Denker etwas anders verdient und der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht mehr Veränderung um wettbewerbsfähig zubleiben, als eine „Servicekostenoptimierung durch Nutzung der Crowd ohne Unterstützung des Unternehmens“.

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  2. Maja schreibt:

    Hat dies auf Querbeet rebloggt und kommentierte:
    hotlines mit dudelmusik sollte man verbieten, es ist überall dasselbe, da sitzt meinstens einer an der hotline, und es heisst, im Moment sind alle Plätze belegt, gedulden sie sich noch einen Moment. Bei Telekom ist es eine Kathastrophe

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