Am falschen Ort


Anousch

 „Im Literaturbetrieb werden Frauen benachteiligt“, behauptet Dana Buchzik in der WELT und fordert einen #aufschrei. Dann schreie ich mal mit. Aber aus anderen Gründen.

tl;dr: Der Literaturbetrieb ist sexistisch? Die sozialen Netzwerke sind noch viel beschissener!

Vor einem Jahr debütierte ich mit meinem Roman Brandstatt. Es ist die bislang frustrierendste Erfahrung meines Lebens. Ich könnte es mir jetzt einfach machen und Dana Buchzik in allem zustimmen, was sie über die maskulinistischen Mechanismen des Literaturbetriebs schreibt. Aber so einfach ist es nicht. Ich fühle mich nicht gut dabei, ihr zu widersprechen, denn als Feministin – wie könnte man als Frau in dieser Welt keine Feministin sein? – sollte man jede Gelegenheit nutzen, um die Fäuste zu ballen. Und meine Fäuste sind geballt. Nur schlagen sie in eine andere Richtung.

Ich bin seit meinem sechzehnten Lebensjahr in literaturaffinen Kreisen unterwegs, und bis auf einen unverlangten Kuss von Robert Menasse, habe ich keinerlei übergriffige Erfahrungen gemacht. (Den Kuss konnte ich damals…

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