Wie verändert die Digitalisierung unser Denken und unseren Umgang mit der Welt?


The Catjects Project

Gute Frage!

Thesen:

Digitalisierung heißt erstens, dass wir es im Medium elektronischer Medien mit Bildschirmen zu tun bekommen, die uns Zugänge zu „unsichtbaren Maschinen“ (Niklas Luhmann) versprechen und damit den religiösen Gedanken einer Oberfläche, die eine Tiefe verbirgt, rekonfigurieren. Das löst Faszinations- und Suchteffekte aus, die nur dadurch aufgefangen werden können, dass eine immer undurchdringlichere grafische Oberfläche dieser Bildschirme den Gedanken an die Tiefe der Datenbanken, Netzwerke und Algorithmen immer voraussetzungsvoller werden lässt. Wir benötigen Skandale um den Verlust unserer Kontrolle über unsere Daten, um der Maschine wieder gewahr zu werden.

Digitalisierung heißt zweitens, dass wir in elektronischen Medien im Allgemeinen und sozialen Netzwerken im Besonderen täglichen Anschauungsunterricht in Sachen Netzwerkdynamik erhalten. Bedurfte Harrison C. White noch einer genauen Kenntnis einer Mathematik (Graphentheorie) chemischer Verbindungen, um sich Netzwerke als Ungewissheitskalkül vorstellen zu können (Elemente erhalten aus Verbindungen ihre Qualität, nicht umgekehrt), so genügt heute die Eröffnung eines Kontos in einem…

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Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
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