Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung: ichsagmal-Gespräch mit Felix Schwenzel


Ab 18 Uhr: Nach der Republica-Rede von Felix Schwenzel möchte ich mit ihm neue Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung sprechen. Diskussionsbeiträge und Fragen an Felix während der Livesendung bitte über die Frage-Antwort-Funktion von Hangout on Air posten.

Hier die Republica-Rede von Felix in Kurzform 🙂

Und der wichtigste Punkt der Rede:

Man hört und sieht sich heute Abend.

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4 Gedanken zu “Narrative und Symbole im Kampf gegen die NSA-Totalüberwachung: ichsagmal-Gespräch mit Felix Schwenzel

  1. Alle bisher gehörten Vorschläge sind gut. Aber sie gehen meiner Meinung nach nicht weit genug.

    Wir reden immer gern über die Macht, die der User/Kunde/Mitarbeiter hat. Aber Macht ergibt sich nicht dadurch, dass man sich ständig auf die Schulter klopft und sich gegenseitig erzählt wie viel Macht man hat.

    Macht entsteht dadurch, dass man zeigt, was man damit machen kann.

    Oder wie glaubwürdig wäre die USA, wenn Sie in der Geschichte immer nur „gesagt“ hätte, wir sind so mächtig, wir könnten wenn wir wollten aber wir machen es lieber nicht.

    Anstelle von Ideen und tausenden Gesprächen müssen Taten folgen. Natürlich sind damit nicht Straftaten gemeint. Sondern wirkliche Aktionen. Aktionen bedeuten aber Aufwand und daraus resultierend eben auch Einschnitte für einen gewissen Zeitraum.

    Anstelle dessen reden wir aber gern fleissig drum herum, klicken irgendwo irgendwelche Petitionen an und machen dann so weiter wie eh und je.

    Wir fordern Facebook auf sich zu wehren, füttern aber alle Systeme weiterhin fleissig mit Daten. Warum sollte sich jemand drittes ändern, wenn wir soviel Ehrgeiz zeigen, dass wir uns noch nicht einmal selbst ändern wollen?

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  2. Vielleicht würde es weiterhelfen, wenn man klären würde, wie machtlos man ist. Oder auch taktisch, welchen Schwächen der Stärkere vorweist und wie der Schwächere Stärken entfalten kann. Denn das war die Vorgehensweise der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

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  3. Na ich glaube das Gefühl der Machtlosigkeit ist ja bereits da. Das kommt ja auch aus dem Vortrag von Felix Schwenzel ganz gut raus.

    Das was meiner Meinung nach aber entscheidend für die Bürgerrechtsbewegung gewesen war, Sie haben agiert. Sie haben sich nicht davon einschüchtern lassen, als sie einfach Sitzplätze, die eigentlich für den anderen Teil der Bevölkerung reserviert waren, besetzt haben. Ihnen war klar, dass sie weder etwas zu essen noch zu trinken bekommen werden, dass sie angefeindet werden, dass sie verhaftet und misshandelt werden können.

    Und trotz all dieser Gefahren haben sie agiert. Weil sie demonstrieren wollten, dass sie Macht haben und diese auch ausspielen können. Und weil ihre Ziele über ihrer Angst standen.

    Und genau das gleiche müssen meiner Meinung nach wir jetzt machen. Wir müssen uns natürlich darüber im klaren sein, dass es nicht einfach wird, dass wir einen Teil unseres „Wohlstands“ und unserer Gewohnheiten opfern müssen.

    Du hast es ja auch schon geschrieben: Wir haben nicht das Mittel der Besetzung, denn was sollen wir besetzen? Wir haben das wirtschaftliche Druckmittel. Doch was machen wir, nichts? Wir machen weiter wie eh und je. Wie berichten über alle digitalen Gadgets, werden damit kostenfreie Werber und verankern damit das „Ist ja alles nicht so schlimm“. Und genau im nächsten Moment warnen wir vor den Gefahren, die durch die „Gichtlinge“ wie Du Sie nennst, ausgeht, die genau über solche Gadgets und tollen Dinge so agieren können wie sie aktuell agieren.

    Das passt einfach nicht zusammen. Wir zelebrieren auf der einen Seite eine schöne Welt auf der andere warnen wir jedoch genau vor den Folgen?

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  4. Bei Martin Luther King und seinen Gefährten war es noch mehr. Sie beherrschten die Kunst der List. Eingespeist in den so genannten Trickster-Geschichten, den schwindelnden Helden. Der berühmteste war ein Hase namens Br’er Rabbit. Und hier war wiederum der Leiter der Southern Christian Leadership Conference, Wyatt Walker, ein Meister seines Fachs. Er war es, der das Schäferhund-Foto provozierte und den Polizeichef von Birmingham nach mehreren vergeblichen Anläufen bloßstellte. Die Aktion war inszeniert. Insofern brauchen wir in dieser Frage mehr Drehbuch-Kompetenz.

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