Wie man Twitter reanimieren könnte #Zwitscherdiskurs


Meinungsmacht

Meine heutige The European-Kolumne über den vermeintlichen Niedergang von Twitter hat heftige Reaktionen ausgelöst – auf Twitter und Facebook. Hier nur einige Tweets zur Auswahl.

https://twitter.com/fun_pas/status/451262449803870208

Auf Facebook:

Debatte bei Robert Basic:

„Allerdings ist mir noch immer kein Grund eingefallen, warum ich bei Twitter was schreiben sollte.Oder muss man die Ergüsse des @TheBorisBecker unbedingt retweeten? Ich für meinen Teil bin also bei Twitter bereits vor der Anmeldung wieder abgesprungen.“

Mark Goodman.

„meine rede, ich habe diese gruselige mitteilungsschleuder für aufmerksamkeitsgierige zeichenzähler schon vor einem jahr abgeschaltet und konzentriere mich lieber auf äh Facebook“

Liane Bednarz:

M H Max Rachwitz: „twitter ist mir zu unpersönlich, hat aber den vorteil, das end- und sinnlose diskussionen nicht aufkommen…“

Vielleicht müssten einfach mehr TweetCamps auf die Beine gestellt werden, um den Nutzen von Twitter zu dokumentieren und über sinnvolle Einsatzmöglichkeiten nachzudenken. Vielleicht ist bei vielen Social Web-Anwendungen immer noch mehr erklärungsbedürftig als viele Twitterati meinen. Vielleicht sollte man häufiger Erklärstücke bringen, um mehr Menschen zu begeistern – Prinzip Annette Schwindt.

Für mich ist Twitter immer noch ein nützlicher News-Aggregator über Dienste wie Flipboard. Unverzichtbar, um über Barcamps und andere Veranstaltungen orientiert zu sein. Wichtig für unsere Bloggercamp.tv-Sendung, um Zwischenrufe einzufangen. Oder ausgedrückt in den prosaischen Tweets von Kathrin Passig, die ich heute in meiner Literatur-Lesung auf Youtube rezitiert habe:

„Wer bei Twitter belanglose Geschnatter liest, der hat es sich so ausgesucht.“

„Der Vorwurf der Belanglosigkeit bedeutet letztlich nur, dass da jemand den Twitterstream eines anderen Menschen betrachtet“ (beispielsweise die Belanglosigkeiten von Boris Becker, gs).

„Das ist, als würde man fremde Hosen anziehen und sich dann beschweren, dass sie so schlecht passen. Dem Besitzer passen sie gut.“

„Veranstaltungstwittern hat zwei Funktionen. Zum einen öffnet es die Veranstaltungen nach außen (was natürlich auch mit Livestreaming geling, gs). Abwesende können das Geschehen verfolgen.“

„Die Anwesenden sind dann etwas abwesender, weil sie nebenbei twittern, aber dafür sind die Abwesenden etwas anwesender.“ (Twitter-Dialektik,gs)

„Zweitens haben auch die Abwesenden die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen….“

Es ist keine 1 zu 1-Kommunikation, es führt nicht zur Unterbrechung im Tagesgeschehen.

„Mails gehen häufig mit Handlungsaufforderungen einher. Schnell sind die Empfänger überfordert. Das System E-Mail skaliert nicht.“

„Bei Twitter strömt alles vorbei, man kann hinschauen, muss aber nicht, ein bisschen wie Radio. Wichtiges kommt wieder.“

„Man muss sich als Absender wenig Sorgen machen, die Empfänger zu stören“ (es sei denn, man konsumiert Tweets wie E-Mails, gs).

In Bloggercamp.tv sind wir auf die heutige Twitter-Debatte ausführlich eingegangen.

Habt Ihr weitere Reanimationsideen?

Advertisements

Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

4 Kommentare zu „Wie man Twitter reanimieren könnte #Zwitscherdiskurs“

Es lebe die Diskussion!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s