Die Generation „V“ und Tipps für die Youtube-Suchmaschinenoptimierung @schleeh


Lasst uns das Werk teilen
Lasst uns das Werk teilen

In einem höchst lesenswerten Sammelband mit dem Schwerpunkt „SEO & Social Media im Einsatz“, mit der sympathischen Aufforderung des Hanser Verlages „Teilen ausdrücklich erwünscht“, hat sich auch mein Bloggercamp.tv-Kollege Hannes Schleeh verewigt.

Ab Seite 54 geht es natürlich um Youtube und Hangout on Air – so gehört es sich auch 🙂

Einen Trend wird man wohl nicht mehr bestreiten können:

„Videos auf YouTube zu schauen, ist bei meinen Kin- dern die zweithäufigste Beschäftigung im Internet. Da bekommt der Name Generation ‚Y‘ eine völlig neue Bedeutung. Noch haben die heutigen Teenager keinen Namen für Ihre Generation. Sie könnten aber eines Tages Generation ‚V‘ für Video oder Generation ‚M‘ für Mobil genannt werden“, schreibt Hannes.

Und das gilt nicht nur für junge Menschen, sondern auch für alte Knacker wie mich. Im Netz dominiert zwar noch die Verschriftung, wie es Wired-Autor Clive Thompson im Interview mit dem Internet Magazin skizziert.

„Wir schreiben so viel wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit.“

Pro Tag werden im Netz rund 3,5 Billiarden Worte verbreitet. Tendenz steigend. Parallel sehen wir aber auch einen Anstieg von Videos und Fotos. Thompson sieht bei den Youtube-Videos einen klaren Unterschied zum klassischen Fernsehen:

„TV ist etwas, das für den Hintergrund entworfen wurde. Niemand schenkt dem Fernsehen die volle Aufmerksamkeit – außer das läuft gerade eine richtige Katastrophe. Bei Online-Videos entscheiden sich die Leute sehr bewusst dafür, hinzuschauen. Video, je nachdem, wie man es nutzt, ist also sehr mächtig.“

Entsprechend wichtig wird die Frage des Suchens und Findens von visuellen Inhalten. Und da kommt dann auch wieder die Verschriftung zum Zuge:

„Der erste Ansatz, um seine Videos im Netz auffindbar zu machen, ist der Titel. Ein guter Titel sollte zum einen Appetit auf das Anschauen des Videos machen und auf der anderen Seite möglichst exakt den Inhalt beschreiben. Die- sen Text kann die Suchmaschine lesen. Und genau wie man als Mensch vom Titel eines Buches auf den Inhalt schließt, wirken die beschreibenden Worte eines Video-Titels bei der Suchmaschine. Suchmaschinen-Experte Jens Altmann empfiehlt die wichtigsten Worte an den Anfang des Titels zu stellen, denn YouTube gewichtet die ersten Worte des Titels höher. Das Fokus-Thema muss also immer zuerst genannt werden“, so Hannes in seinem Buchbeitrag.

Unterhalb des Titels findet man die Beschreibung zum Video. Bei einem Hangout on Air wird der Titel von YouTube noch einmal in die Beschreibung eingetragen. Hier hat man die Möglichkeit, weitere Details zum Inhalt des Videos einzufügen. In die Beschreibung dürfen auch Hyperlinks auf andere Internetseiten eingepflegt werden. Immer sinnvoll, wenn man beispielsweise in dem eigenen Blog auf das Video eingeht.

„Wer es seinen Zuschauern und der Suchmaschine noch bequemer machen will, der fügt auch noch ‚Shownotes‘, also Informationen zu den Inhalten mit Sprungmarken ein. Sprungmarken generiert YouTube selbstständig als Links. Sie geben den anzuspringenden Zeitpunkt im Video nach dem Muster ‚hh:mm:ss‘ in der Beschreibung an. Daraus wird dann beim Abspeichern automatisch ein Link, mit dem Ihre Zuschauer direkt zu der angegebenen Stelle im Video springen können. Damit lässt sich ein etwas längeres Video für das Publikum kundenfreundlich in passende Segmente aufteilen“, weiß Hannes.

An das Ende sollte man am Besten eine kurze prägnante Beschreibung mit den richtigen Keywords oder Schlüsselwörtern setzen, unter welchen das Video auch in den Suchmaschinen gefunden werden soll.

„Direkt unter der Beschreibung befinden sich die Tags, zu Deutsch die Etiketten. Hier schlägt Ihnen YouTube schon zum Titel und zur Beschreibung passende Tags vor. Mit Tags kann die Suchmaschine den Inhalt Ihres Videos noch besser einordnen. Nicht übersehen sollten Sie die richtige Einordnung ihres Werkes in die von YouTube vorgegebenen Rubriken. Ein medizinischer Tipp, der unter Automobil eingepflegt ist, wird nicht so leicht gefunden werden. Besser man wählt dafür Gesundheit, Wissenschaft oder allenfalls noch Tipps und Tricks als passende Kategorie aus“, schreibt Hannes und verweist auf einen „Geheimtipp“:

Untertitel oder Transskripte!

„YouTube versucht schon während der Verarbeitung Ihres Films auf der Plattform den gesprochenen Inhalt in lesbaren Text umzuwandeln. Bei wenig Nebengeräuschen und einem sehr deutlich Hochdeutsch sprechenden Menschen gelingt das schon sehr gut. Bei einem Bayer mit fränkischem Akzent und häufigen ‚Ähms‘ sieht das Ergebnis nicht ganz so vorzeigbar aus. Aber Sie haben die Möglichkeit, das nachzubessern. Der Suchmaschinen-Experte empfiehlt schon beim Erstellen des Videos drauf zu achten, dass die Schlüsselwörter, unter welchen das Video später gefunden werden sollen, im gesprochenen Beitrag auch erwähnt werden. Damit kommen sie auch in das automatisch erstellte Transskript und dies dient dem Suchalgorithmus als Hinweis auf den Inhalt.“

Die Speech-to-Text-Funktion von Youtube ist allerdings noch ausbaufähig und kommt noch nicht einmal in Ansätzen an die Spracherkennungsrate von professioneller Diktiersoftware heran. Mit Nuance habe ich über dieses Problem gesprochen. Es wird wohl noch einige Zeit daher, bis ein entsprechender Transkriptionsdienst die nötige kontextuelle Verarbeitung von Sprache leistet mit einer Erkennungsrate, die weit über 60 Prozent liegt. Sollte Nuance da was auf den Markt bringen, würde die Software wohl durch die Decke gehen.

Aber das sei nur nebenbei bemerkt. Insgesamt bietet der Sammelband von Hanser ein breites Themenspektrum für die tägliche Arbeit im Social Web. Sehr löblich, dieses eBook kostenlos zu publizieren.

Siehe auch:

YouTube: frisches Design mit Fokussierung auf neues Menü rollt aus.

Vine und Chaos im #hangoutonair bei Bloggercamp.tv – mal schauen, ob sich dieser Videodienst in Deutschland durchsetzt.

Aufruf zur Seo Blogparade: Was hat sich für dich geändert?

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Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

3 Kommentare zu „Die Generation „V“ und Tipps für die Youtube-Suchmaschinenoptimierung @schleeh“

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