Manager und Unternehmer im Merkel-Neuland

Neuland-Beine
Neuland-Beine

Aus der Sicht von Mirko Lange, der mit seiner Münchner Agentur talkabout namhafte Unternehmen in Sachen Content Strategie, Content Marketing und Social Media berät, ist das ganze Thema „Digitale Transformation“ Merkelsches Neuland. Und für ihn ist die Hybris mancher Experten schädlich. Er empfiehlt die Leute da abzuholen, wo sie sind, und aufzuzeigen, wo die digitale Transformation ihre funktionalen Ziele unterstützt. Bei 95 Prozent verbietet es sich aus seiner Sicht überhaupt von „digitaler Transformation“ zu sprechen, schreibt Smarter Service-Blog.

Vielleicht ist auch diese Sichtweise falsch. Ist es wirklich eine Geheimwissenschaft, die internen und externen Abläufe in Organisationen mit den Mitteln digitaler Technologien zu verbessern, die Zusammenarbeit zu fördern, dezentrales Arbeiten zu ermöglichen, Wissen zu teilen, Kunden bei der Gestaltung von Produkten und Diensten zu beteiligen und generell in den Dialogmodus mit der Öffentlichkeit zu schalten? Besonders die Social Web-Technologien haben die Eintrittsbarrieren auf ein Minimum reduziert. Viel wichtiger ist wohl die Frage, wie die Ökonomie im Ganzen verändert wird, ob nun autoritäre Manager oder Unternehmer im Merkel-Neuland herumdümpeln oder nicht.

Die Kultur des Teilens im Social Web und die Transformation zu einer Ökonomie des Gebens und Nehmens werden vor allem aus machtpolitischen Motiven blockiert. Schließlich gehört Abrichtung und Dressur zu den Grundtugenden des alten Industriekapitalismus, der nach wie vor unsere Volkswirtschaft prägt. Muss es neues Unternehmertum geben? Auf jeden Fall.

Wie das aussehen kann, habe ich heute in einem längeren Beitrag in der Huffington Post beschrieben: Digitale Ökonomie – Das Ende des bürokratischen Manager-Kapitalismus.

Am Freitag werden wir uns in Bloggercamp.tv um 12 Uhr zu diesem Thema mit der Kölner Neuland-Agentur streiten 🙂

Kunden wollen übrigens nicht nur meckern, sondern vor allem mitgestalten.

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