NSA-Affäre führt zum Umdenken der Unternehmen – wie süß

Über die Schafsethik der Unternehmen
Über die Schafsethik der Unternehmen

Die NSA-Affäre hat einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zufolge bei zahlreichen deutschen Unternehmen angeblich zu einem Umdenken geführt. Das berichtet der Spiegel.

„Demnach schätzt jeder vierte Betrieb das Risiko der Industriespionage heute höher ein als vor den Enthüllungen von Edward Snowden. Jedes dritte Unternehmen nahm den Skandal zum Anlass, die Sicherheit der Unternehmensdaten zu überprüfen.“

15 Prozent erwägen nach der Befragung, auf europäische IT-Dienstleister umzusteigen, um die Gefahr einer Spionage durch ausländische Geheimdienste zu verringern. Wie süß. Das wird den staatstrojanischen Innenminister Friedrich aber freuen. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, endlich die eigene Schafsköpfigkeit und Listenblindheit abzulegen – im Sinne des Strategem-Experten Harro von Senger.

In einer Welt, die aus vielen Schafen und wenigen Füchsen besteht, gibt es für den Sinologen von Senger keine Zweifel, wer das Sagen hat. Alle Geistessysteme, die vom Besten im Menschen ausgehen, verbreiten eine Schafsethik, bei der am Ende die Füchse regieren. Vor allem die Europäer zeichnen sich als schafsköpfige Einfaltspinsel aus – listenblind und leicht zu täuschen.

Unternehmen sollten sich eher mit der Frage beschäftigen, wer mit welchen Geheimdiensten schmutzige Geschäfte macht und wie man die Tatenlosigkeit von Pofalla, Friedrich und Co. bewertet. Werdet endlich politischer, werte Wirtschaftsvertreter.

Siehe auch:

Die Datensauger setzen die Demokratie aufs Spiel.

Ein Gedanke zu “NSA-Affäre führt zum Umdenken der Unternehmen – wie süß

  1. Bei der Geschichte von der Schafesethik fällt mir ein: Demokratie ist, wenn 2 Wölfe und 1 Schaf darüber abstimmen, was es zu Mittag geben soll. Freiheit ist, wenn das Schaf wehrhaft und gut bewaffnet ist.
    Für die Verfechter buttermilchweicher Schafsethik gilt weder Wehrhaftigkeit noch Bewaffnung. Wer den Film „Staatsfeind Nr. 1“ gesehen hat, und die Affäre vor den Snowden-„Enthüllungen“ nicht für möglich gehalten hätte, hat einen blinden Fleck, und zwar nicht im Auge, sondern im Kopf.

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