WDR-Bonn fragt nach: Warum hast Du das @shiftmagazin unterstützt?

Fernsehinterview

Ein Fernsehteam des WDR interviewt mich gleich im Bonner Hofgarten über das erfolgreich finanzierte Crowdfunding-Projekt von Daniel Höly. Ihr wisst schon, Nerd macht Print. Ein junger Online-Journalist schwimmt gegen den Strom und hat den Mut, eine gedruckte Zeitschrift für 20 bis 35jährige zu machen, die sich doch in Scharen von Printmedien wegbewegen. Warum habe ich das Projekt unterstützt? Diese Frage stellt mir gleich das WDR-Team.

Daniel sprach im Bloggercamp.tv-Interview vom Bedürfnis der jungen Leute nach Slow Media. Nicht als Abgrenzung von der digitalen Sphäre, sondern als Ergänzung. Sich vom Nachrichtenstrom des Social Web abkoppeln und in aller Ruhe sich ausführlichen Reportagen, Interviews und Hintergrundartikeln widmen. Und das Ganze ohne Verlag, ohne Werbebudget, allein finanziert durch die potentiellen Leser, die er in der Crowdfunding-Kampange direkt angesprochen hat, um sie von seinen Ideen zu überzeugen. Keine Werbe-Dampfwalze, die man von neuen Printprojekten sonst gewöhnt ist.

Erst das Publikum für sich gewinnen, ausführlich diskutieren, viele Rückmeldungen erhalten und dann sehen, ob das von der Crowd angenommen wird. Das ist ein unglaubliches Pfund von Funding-Plattformen wie Startnext.

Und es hat ja geklappt. Über 7.000 Euro sind in die Kasse gekommen, 5.000 waren das Ziel. Das erste Heft ist auf dem Markt und ich wünsche Daniel ein erfolgreiches Gelingen seines Vierteljahres-Magazins. Gespannt bin ich auf die Verzahnung mit dem Netz:

„Zahlreiche Links führen zu Audio-Versionen, ergänzenden Videos, weiterführenden Artikeln und einem 34-seitigen Online-Add-on mit zusätzlichem Lesevergnügen. SH!FT zeigt, wie sich Print und Online nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.“

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