Barcamp zur Streaming Revolution im Kölner Startplatz

Barcamp-Gesprächskultur

Gestern konnte ich zusammen mit dem Video-Blogger Ali Mokhtari im Gespräch mit Startplatz-Geschäftsführer Matthias Gräf den Veranstaltungsort für das geplante StreamCamp zu sehr fairen Konditionen klarmachen. Wir können die Räume, Infrastruktur und das Personal des Kölner Inkubators nutzen, um vom 16. bis 17. November (Samstag und Sonntag) alles zu bieten, was ein Barcamp ausmacht. Ich habe schon einige Barcamps besucht, zählte aber nie zu den Organisatoren. Gleiches gilt auch für die Mitstreiter Ali, Hannes Schleeh und den fast papierlosen Mark Kreuzer, die zum Kern des Orga-Teams zählen.

„Schuld“ für die Idee, die neuen Möglichkeiten der Streaming-Technologien zum Barcamp-Thema zu machen, war das TweetCamp im Startplatz. Super organisiert, tolle Sessions, viele Kontakte und neue Ideen für Projekte im Social Web. Oder wie ich es in meiner The European-Kolumne „Twitter schlägt Thunfischmousse“ in Abgrenzung zu den Hochglanz-Tagungen geschrieben habe:

Egal, ob es nun um soziale Netzwerke oder andere Themen geht: Es ist Fließband-Ware von einschlägigen Veranstaltern, die für schlappe 1.000 oder 2.000 Euro pro Teilnehmer über Hochglanz-Broschüren und Newsletter verkauft wird. In hoher Taktung präsentiert man die Propaganda wie Schweinebauch-Reklame in Anzeigenblättern.

Eine Kultur des offenen Austauschs und Dialogs sieht anders aus. Die liebwertesten Gichtlinge der Wirtschaft sollten sich mal an der Organisation von Barcamps versuchen, wo die Teilnehmer das Programm selbst bestimmen können. Hier gibt es keine Sprachregelungen, dümmlichen Verkäufersprüche von der Kanzel und versnobten Wichtigtuer-Gespräche beim Verzehr von Blätterteigtaschen mit Thunfisch-Füllung, Lachsmousse, Fleischpastetchen und Scampi-Mango–Spießen. Wer vom Social Web redet, sollte auch sein Handeln danach ausrichten.

Gute Konferenzen, so der Rheinklick-Blogger Thomas Riedel, bedienen sich mittlerweile aus dem Baukasten eines Barcamps: Eine gute Entwicklung!

Mobile HAO-Studio

Ähnliches erhoffen wir uns auch vom StreamCamp. Da wird es um Streaming-Dienste in allen Facetten gehen (von Musik bis Gaming) und natürlich um die Streaming Revolution für autodidaktische TV-Produzenten.

Selbst für bewegte Bilder steht das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau und ohne schweres technisches Gerät Fernsehen machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Man kann internationale Runden übertragen, Veranstaltungen im Vollbildmodus, lokale Talkrunden, spontane Meinungsäußerungen zu einem aktuellen Thema, virtuelle Sportkurse, Pressegespräche nach dem Modell der australischen Tourismus-Industrie organisieren, Stammtische mit Kunden einrichten und, und, und.

Wir sind gespannt, welche Sessions in Köln angeboten werden. Wir könnten Technik vorstellen, ein kleines Greencreen-Studio aufbauen und das Heute Journal simulieren (Hannes bringt sein Equipment mit), über das richtige Mikrofon sinnieren, Kameras testen, mit Beleuchtungsexperten reden, unseren „Sieg“ gegen Kanzlerin Merkel medienrechtlich noch einmal beleuchten, Live-Formate entwickeln und direkt senden. Einige Ideen sind schon vorhanden und werden sicherlich auch für die Sessions vorgeschlagen.

Man hört und sieht sich hoffentlich am 16. und 17. November in Köln. Die offizielle Website wird jetzt gebastelt und geht hoffentlich in Kürze online. Wer noch bei der Organisation mitmachen oder gar als Sponsor das Projekt unterstützen möchte, sollte sich bei mir melden: gunnareriksohn@gmail.com.

Zur Barcamp-Kultur siehe auch das Interview mit Annette Schwindt.

Interessant auch der Auftritt von Gerhard Schröder.

Und natürlich das Hangout on Air-Handbuch von Andreas Graap.

Ein Hashtag für Twitter ist mir noch nicht eingefallen. #stk13 ist schon durch das Startcamp Köln belegt. Vorschläge?

4 Gedanken zu “Barcamp zur Streaming Revolution im Kölner Startplatz

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