Warum man Microsoft und Co. zum #PRISM-Verhör bitten sollte

Muskeln gegen PRISM-Überwachung zeigen
Muskeln gegen PRISM-Überwachung zeigen

Die Enthüllungen von Edward Snowden zu den Überwachungstätigkeiten der NSA haben nach Ansicht des bwlzweinull-Bloggers Matthias Schwenk weitreichende Folgen für den deutschen Mittelstand.

„Denn dieser kann jetzt davon ausgehen, dass seine Daten und Geschäftsgeheimnisse nicht sicher sind.“

Eine zweifelhafte Rolle im Zusammenwirken mit dem staatlich organisierten Verdachts-Totalitarismus spielen die amerikanischen Technologie-Konzerne, denen man jetzt stärker auf die Nerven gehen sollte.

Wie wäre es, wenn Chefeinkäufer von deutschen und europäischen Unternehmen die „Kundenbetreuer“ oder gar die Geschäftsführung von Microsoft und Co. zum Rapport bitten würden, um Aufklärung von den US-Konzernen in ihrem Zusammenwirken mit der NSA zu verlangen? Geschieht das nicht, sollten man sich nach Alternativen umschauen. Strafe über Kündigung von Verträgen. So als kurzfristige Maßnahme:

„Anbietern amerikanischer Software genauer auf den Zahn fühlen. Kritisches Nachfragen bei IT-Häusern und dem Vertrieb amerikanischer Software-Unternehmen ist für den Mittelstand jetzt oberstes Gebot. Auch wenn es in vielen Fällen keine echten Alternativen gibt, sollte Druck ausgeübt werden. So kann etwa mit der zeitlichen Verschiebung von Investitionen gedroht werden, was den Software-Vertrieb empfindlich treffen kann“, schreibt Matthias.

Also volle Zustimmung für seine Forderungen, die er im ichsagmal-Interview zur Vorbereitung meiner The European-Kolumne am nächsten Mittwoch ausführlich erläuterte. Am Montag folgen wohl weitere Interviews.

Wer hat denn noch weitere Vorschläge in seinem Giftschrank? Was tut den amerikanischen Internet-Giganten so richtig weh, wenn man schon politisch nichts gegen die Obama-Regierung unternimmt?

5 Gedanken zu “Warum man Microsoft und Co. zum #PRISM-Verhör bitten sollte

  1. Hat dies auf im Zuge der Zeit rebloggt und kommentierte:
    Danke Gunnar das könnte nur von Dir kommen 🙂 Damit stellt man fest: Geschäftsgeheimnisse sind Brote von gestern, liebe Unternehmen. Und speziell für die, die Sicherheit als Marketing-Botschaft gerne nutzen, könnte das auch gewesen sein. Die Spannung steigt ins unermessen. Und die Wahrheit befreit 🙂 Lass uns sehen ob man jetzt reagiert

  2. Danke Gunnar das könnte nur von Dir kommen 🙂 Damit stellt man fest: Geschäftsgeheimnisse sind Brote von gestern, liebe Unternehmen. Und speziell für die, die Sicherheit als Marketing-Botschaft gerne nutzen, könnte das auch gewesen sein. Die Spannung steigt ins unermessen. Und die Wahrheit befreit 🙂 Lass uns sehen ob man jetzt reagiert

  3. Danke für das sehr interessante Gespräch, das abseits vom Medienrummel auch die anderen Aspekte von Prism & Co. beleuchtet. Ich teile die Auffassung, dass es problematisch ist, wenn Technokraten in Politik, Geheimdienst und Verwaltung meinen, mittels Datenbänken und Algorithmen Gesellschaften analysieren und lenken zu können! Und Eure Gedanken zu den Monopolstellungen, die einige Online-Unternehmen mittlerweile erreicht haben, finde ich ebenfalls wichtig. Darüber muss unbedingt im Land gesprochen werden!

  4. Pingback: Datenklau: USA auf “Augenhöhe” mit China und Russland | Ich sag mal

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