Google Glass im c’t-Test: Gerät noch nicht alltagstauglich

Google Glass als Kontaktmaschine

Die Datenbrille „Google Glass“ ist weitaus mehr als die heftig umstrittene Spionage-Kamera, die auf der Nase sitzt. Gekoppelt an ein Smartphone blendet das Gestell wichtige Nachrichten, Termine, die Wetterlage oder den Weg zum nächsten Postamt ein. Das Computermagazin c’t hat eines der ersten Entwicklermodelle in Ausgabe 13 getestet.

„Google Glass ist für kurze Interaktionen mit geringer Informationsdichte gedacht, ganze Webseiten kann man damit nicht betrachten“, erläutert c’t-Redakteur Volker Zota.

In der Datenbrille steckt typische Technik eines Mittelklasse-Smartphones. Auffälligstes äußerliches Merkmal: das halbtransparente Prisma am rechten Brillenbügel auf Augenbrauenhöhe. Hier werden die Inhalte eingeblendet. Bedient wird Glass über Sprachkommandos sowie Wischen und Tippen am rechten Brillenbügel. So hält Glass die Hände frei. Und da fangen die sinnvollen Anwendungen besonders für die berufliche Nutzung an.

Über das dritte Auge kann ein Tierarzt kontaktiert werden und einem Bauern, der mit der Netz-Brille das Tier untersucht, erste Hinweise über das Krankheitsbild geben.

Bei der Analyse eines Tatorts folgt das dritte Auge dem Sichtfeld des Inspekteurs und fängt Informationen ein, die dem Betrachter vielleicht gar nicht so richtig aufgefallen sind. Phänomen: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zudem können die Filmaufnahmen live übertragen und von weiteren Inspekteuren am Bildschirm verfolgt werden. Auch die nachträgliche Bearbeitung der Aufzeichnungen ergänzt die eigenen Sinneseindrücke, die von Störquellen beeinträchtigt sein können. Ausführlich nachzulesen in meiner The European-Kolumne.

Weiteres in meinem Youtube-Interview mit dem Modeblogger Gerhard Schröder:

Mit dem Entwicklermodell von Google kann man zur Zeit nicht mehr erledigen als mit einem normalen Smartphone und Headset.

Doch Google zeige nach Ansicht von c’t, wohin die Reise gehen könnte: “

Wirklich alltagstauglich wird Glass erst, wenn Google alle Infos so verknüpft, dass Termine und Nachrichten automatisch und aktuell präsentiert werden“, sagt Zota.

Dann weiß Google, wo man wohnt, bereitet schon einmal die Route zum Termin vor und empfiehlt bei akuter Staugefahr etwas früher loszufahren – einen Vorgeschmack davon liefert bereits Google Now.

5 Gedanken zu “Google Glass im c’t-Test: Gerät noch nicht alltagstauglich

  1. Mittlerweile sind die Dinger aber ganz gut verbaut und auch die Technik ist ausgereift. Leider für den privaten Sektor noch nicht wirklich zugänglich 🙁

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