Schornsteinfeger spielen wohl immer noch Monopoly


Eher Glückspilz als Glücksbringer

Das Kaminkehrermonopol ist bekanntlich zum 1. Januar gefallen. Als Kunde (also Hauseigentümer oder Hausbesitzer) kann ich jetzt selbst entscheiden, wer bei mir die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben bei der Überprüfung meiner Heizungsanlage vornimmt.

„Bisher mussten Hausbesitzer denjenigen schwarzen Mann ins Haus lassen, den das Amt für sie bestellt hatte: denn seit 77 Jahren hat die Regierung mit der Aufteilung der Kehrbezirke den Schornsteinfegern ihre Kundschaft förmlich zugeschanzt. 8000 registrierte Bezirksmeister teilten das Bundesgebiet unter sich auf“, so die FAZ. Das entsprach in den Augen der Europäischen Union nicht den Regeln eines freizügigen Marktes, weswegen sie der Bundesrepublik diese Praxis untersagte.

So sieht jedenfalls die Theorie aus.

Der „bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger“ für Bonn-Duisdorf agiert aber nach wie vor so, wie in den Jahrzehnten davor. Im Briefkasten findet sich eine Benachrichtigungskarte mit einem Termin(Vorschlag) – mehr nicht. So stand der Mann vor meiner Tür und wollte die Prüfung meiner Gas-Heizung vornehmen. Länger als fünf Minuten dauert es selten, da wir unsere Anlage regelmäßig warten lassen. Schnell verdientes Geld also, denn für diese „Prüfarbeiten“ bekommen wir immer die gleiche Rechnung – so um die 70 Euro. Rechnen wir das mal etwas großzügig mit zehn Minuten Prüfzeit pro Haus, kommt der Kaminkehrer in unserer Wohnsiedlung auf einen Stundenumsatz von 420 Euro. Vielleicht sind es auch „nur“ 300 Euro. Davon können andere Berufsgruppen nur träumen.

Ein Bonner Heizungsinstallateur bestätigte mir, dass ein Kaminkehrer pro Tag rund 40 Haushalte abklappert und einen Tagesumsatz von 3.000 Euro erzielt. Der Installateur prüft übrigens bei der Wartung von Heizungsanlagen nach demselben Schema wie die fegenden Meister im lukrativen Schornstein-Geschäft. Nur wird diese Prüfung nicht von der Innung anerkannt. Wäre ja noch schöner, wenn von den 3.000 Euro-Tagesumsatz etwas flöten ginge.

Nun stand der besagte Bezirksschornsteinfeger vor meiner Tür und wollte – wie immer – kurz in den Keller marschieren, um nach kurzer Zeit wieder freudestrahlend zum nächsten Haus zu stapfen. Ich fragte ihn höflich, wo denn sein Angebot sei. Er wies mich im polternden Ton daraufhin, dass ich ja eine Benachrichtigungskarte erhalten habe und von mir kein Widerspruch vorliegt. Darauf sagte ich, dass solch eine Karte doch kein Angebot sei. Darauf er:

„Eines kann ich Ihnen gleich sagen. Der Preis ändert sich nicht!“

Daraufhin sagte ich zu ihm, er möge mir ein Angebot schreiben. Er zog von dannen und machte dabei ein recht grimmiges Gesicht. Die Quittung für mein unverschämtes Ansinnen lag dann ein paar Tage später in meinem Briefkasten.

Sein Angebot liegt jetzt bei 102,49 Euro brutto.

Wettbewerb sind die Kaminkehrer nicht gewöhnt

Die Höhe der Kosten werde ich durch alternative Angebote abschätzen. Aber auch die Form des Angebots entspricht nicht den Gepflogenheiten bei handwerklichen Dienstleistungen. Darauf verweist Thomas W. Müller von der Aktion SchornsteinFegerRechtsReform im ichsagmal-Interview.

„Das fängt damit an, dass oben auf der Rechnung nicht mehr ‚Der Bezirksschornsteinfeger‘ steht, sondern Schornsteinfeger Fritz Feger oder wie immer er heißt. Es sollten Angebote gemacht werden, die der Preisangabe-Verordnung entsprechen. Gegenüber Endverbrauchern sind immer Bruttopreise einschließlich Umsatzsteuer anzugeben. Auch das alte Abrechnungssystem nach Arbeitswerten gehört nicht mehr auf das Angebot. Das ist zum Jahreswechsel außer Kraft getreten. Ein guter Schornsteinfeger würde jetzt Pauschalangebote machen und sagen, das Prüfen einer Gasheizung kostet bei mir pauschal 45 Euro. Das einmalige Kehren eines Kamins kostet soundso viel. Oder, wie es sonst im Handwerk üblich ist, dass man einen klaren Stundensatz angibt. Dann kann der Kunde nämlich nachvollziehen, wie eine Rechnung zustande kommt.“

Dieses Vorgehen sei allerdings die absolute Ausnahme.

„Die meisten Schornsteinfeger versuchen nach dem alten System mit diesen Arbeitswerten zu operieren und auch bei der Positionierung der einzelnen Teilaufgaben nach der alten Kehr- und Überprüfungsordnung abzurechnen“, so Müller.

Was der Bezirksschornsteinfeger – nennen wir ihn mal HB – mir zugeschickt hat, kann also nicht als Angebot betrachtet werden. Ein Umschalten in den Köpfen habe eben bei vielen Ex-Monopolisten noch nicht stattgefunden, kritisiert Müller.

Im Laufe des Interviews weist er zudem daraufhin, dass jeder, der einen freien Schornsteinfeger jetzt beauftragen möchte, auf die gesetzlichen Prüffristen achten sollte. Ansonsten könnte es Ärger mit der Behörde geben.

Alle wichtigen Infos zu diesem Thema findet man auf der Website von Thomas W. Müller: SchornsteinFegerRechts-Reform.

Ich werde jetzt auf jeden Fall einen freien Schornsteinfeger beauftragen. Muffel-Köppe bei Serviceleistungen sollte man nicht noch mit Aufträgen belohnen.

Advertisements

Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
Dieser Beitrag wurde unter "Dienstleistungsökonomie", "Technik", Medien, Umwelt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Schornsteinfeger spielen wohl immer noch Monopoly

  1. gsohn schreibt:

    Hat dies auf Vernetzt Euch! rebloggt.

    Gefällt mir

  2. haucap schreibt:

    Sehr gut. Der Wettbewerb kommt nur durch das Mitmachen in Schwung, die Verbraucherzentralen sind da aber zum Glück auch schon aktiv: http://www.vz-nrw.de/frei-wahl-des-schornsteinfegers-1

    Gefällt mir

  3. haucap schreibt:

    Hat dies auf Edgeworth Blogs rebloggt und kommentierte:
    Gunnar Sohn hat einen guten Eintrag dazu, dass der Wettbewerb bei Schornsteinfegern nur langsam in Gang kommt. Zum Glück sind die Verbraucherzentralen da aber auch schon aktiv bei der Aufklärung: http://www.vz-nrw.de/frei-wahl-des-schornsteinfegers-1

    Gefällt mir

  4. gsohn schreibt:

    Vielen Dank für den Hinweis. Die Verbraucherzentrale in NRW wollte ich ohnehin noch kontaktieren.

    Gefällt mir

  5. opalkatze schreibt:

    Ich sach nur: Innung. Kreishandwerkerschaft. IHK. Mitgliedschaftszwang. 14. Jahrhundert, der Rest war Schweigen. Und Kassieren.

    Gefällt mir

  6. gsohn schreibt:

    Und wenn Du ein Anliegen hast, Kohle verlangen.

    Gefällt mir

  7. Joachim Datko schreibt:

    Siehe:
    http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de
    http://www.kontra-schornsteinfeger.de
    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker
    Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern

    Gefällt mir

  8. Chris schreibt:

    Betreff: Schornsteinfeger

    Hallo,

    man sollte das Angebot auch mal richtig lesen!!!
    Das Angebot ist für 2 Jahre ( steht ganz unten).
    Das sind jährlich sogar noch weniger als das was er vorher berechnet hat!!!
    Man sollte auch unterscheiden, das die Feuerstättenschau und Feuerstättenbescheid auseinander halten muss, das sind hoheitliche GEBÜHREN und bleiben.

    Ich finde das Angebot gut, ich bin teurer 🙂

    Grüße vom Feger

    Gefällt mir

  9. gsohn schreibt:

    Das kann man als Kunde nur erraten. Die Angaben sind nicht nachvollziehbar. Grüsse vom Privatkunden ohne Schornsteinfeger-Meisterbrief.

    Gefällt mir

  10. Chris schreibt:

    Hallo,

    ja da hast du Recht momentan ist es auch noch schwierig nachzuvollziehen.
    Die Software macht es NOCH NICHT möglich, kommt aber noch.
    Was ich aber noch klar anfügen möchte ist, das wir im Grunde alles freie Schornsteinfeger sind, mit dem Unterschied der zusätzlichen hoheitlichen Aufgaben.die auch weiterhin auch NUR dein Schornsteinfeger alle 3 Jahre ausführen muss, da besteht keine Wechselmöglichkeit.
    Ich bin Angestellter Schornsteinfeger ( also kein bevollmächtigter) und führe auch noch ein Nebengewerbe mit Kaminofenbau, Schornsteinbau.und Sanierung.
    Der Grund das es noch nicht wirklich viele freie Schornsteinfeger gibt liegt darin das es nicht lukrativ ist, da lässt es sich besser im Angestellten Verhältnis Arbeiten.
    Ich werde zwar auch öfters in der Nachbarschaft gefragt, aber ich lehne die Arbeiten ab.Nicht aus dem Grund das ich den Schornsteinfeger in meinem Bezirk schützen will ( kann ihn eh nicht leiden), sondern weil es sich einfach nicht lohnt.
    Die Pflege der Gerätschaften ist teuer,die Bürokratie ist Zeitaufwendig, die Beiträge der Ausbildungskasse sind hoch, die Versicherungen die ich abschließen müsste ebenso.
    Da bau ich lieber einen Schornstein und habe in einem Tag den Umsatz für 4-5 Tage Fegerei raus.
    Es ist einfach so und ich sage ganz ehrlich dies ist eine Milchmädchenrechnung die du und dein Monteur aufgestellt haben.Der Umsatz liegt bei Messungen evtl. bei Max. 700 Euro am Tag!

    Ich für meinen Teil finde das neue Gesetz einfach wunderbar und es ermöglicht mit den nötigen Qualifikationen eine Vielzahl an Möglichkeiten.
    Für mich ist es ein sehr Verantwortungsbewusster Beruf den ich mit viel Leidenschaft auch in meiner Freizeit ausübe.

    Aber es ist deine freie Wahl zu wechseln, wir haben bei uns im Betrieb auch mehrere Hauseigentümer die zu uns gewechselt sind auch wenn sie Mehrkosten tragen müssen.

    Jeder wie er meint und alle sind glücklich 🙂

    Grüße

    Gefällt mir

  11. gsohn schreibt:

    Schornsteinfeger sollten sich wie handwerkliche Dienstleister positionieren. Man sollte mich als Kunden nicht abschätzig behandeln, wie es hier vorgefallen ist. Den Umsatz werde ich jetzt mal genauer recherchieren in neutralen Quellen. Auch Deine Angabe ist nicht überprüfbar.

    Gefällt mir

  12. datko schreibt:

    Schornsteinfegerarbeiten weitgehend unnütz

    Wer sich mit der wirren Schornsteinfegergesetzgebung auseinandersetzt, sollte nicht übersehen, dass der Hintergrund lediglich die Abzocke der Bevölkerung ist.

    Dr. Dr. Horst Poller von Haus & Grund Württemberg hat die Schornsteinfeger ein Symbol für nutzlose Beschäftigung, für Monopolisten und für Lobbyisten genannt.
    Siehe:
    http://www.sueddeutsche-wohnwirtschaft.de/sites/artikel.php?artikel_id=126

    Minister Junghanns, CDU, hat im Bundesrat zugegeben, dass es nicht um unsere hochmoderne Heiztechnik geht, sondern um die Einkommen der Schornsteinfeger:

    „Mit der forcierten Modernisierung der Feuerungsanlagen mindert sich laufend auch das Volumen ihrer Arbeit. …
    Dazu gehört es, dafür Sorge zu tragen, dass die neue Gebührenordnung nicht zu massiven Einkommensverlusten führt.“
    Siehe: Plenarprotokoll 858, 15.Mai 2009
    http://www.bundesrat.de/cln_099/nn_43984/SharedDocs/Downloads/DE/Plenarprotokolle/2009/Plenarprotokoll-858,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Plenarprotokoll-858.pdf

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker
    Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol

    Gefällt mir

  13. gsohn schreibt:

    Vollkommen richtig. Diese Arbeiten kann jeder Installateur ausführen. Staatliche Kuschelzonen sind da überflüssig.

    Gefällt mir

  14. John Offley schreibt:

    Hallo,

    viel Spaß bei der Suche nach nem freien Feger.
    Diesen Link der Webseite habe ich intern mal verteilt, mal schauen wer noch kommen mag, 😀

    Ps: Mach mal hinne die Frist des Bescheides läuft ab

    Gefällt mir

  15. Nicole Heit schreibt:

    Freie Schornsteinfeger gibt es z.B unter:
    http://www.freieschornsteinfegerwahl.de/
    Je mehr Kunden wechseln desto mehr bev Bezirksschornsteinfegermeister verlieren Ihre Macht!
    Wer dies nicht mehr möchte sollte wechseln!

    Der Schornsteinfeger in der Bütt (ein Schelm wer Böses dabei denkt)

    Das nennt man Satire

    Ich bin der König im Bezirk,
    man nennt mich nur den schwarzen Dirk,
    und was ich sag, das ist Gesetz,
    ich hör nicht auf der Leut´ Geschwätz,
    und macht mir einer zu viel Krach,
    dann droh´ ich ihm mit Ungemach.
    Wenn wer nicht macht,
    wie ich es will,
    dem leg ich gleich die Heizung still,
    blas´ ihm im Ofen aus das Feuer,
    da werd´ ich schnell zu Ungeheuer.
    Die Leut´ verliere schnell den Mut,
    d´rum sind die vor mir auf der Hut,
    sie bleibe still auch beim kassiere.
    Ich schreib kein Rechnung, nur ein Zettel,
    das muss reiche für den Bettel.
    Ich bin der Fachmann mit dem Besen,
    ich kann nicht schreiben und kaum lesen,
    ich brauch´s auch nicht, das find´ ich toll.
    Was ich so schaffe, bei den Leuten,
    dass kann auch niemand wirklich deuten.
    Die Leut´ die blicke eh nicht durch,
    wenn ich mein Zauberstück vollführ
    und öffnet mir mal wer kein Tür,
    der zahlt mir extra ne Gebühr.
    Bleibt mir die Tür zwei mal verschloss´,
    dann werd´ ich zu `nem scharf Geschoss,
    ich renn` auf´s Amt und sag ganz klug,
    dort ist Gefahr jetzt im Verzug.
    Wie dann die Marionette springe
    und ganz nach meiner Pfeife singe.
    So manch Beamter mit bedacht,
    erkennt in mir die wahre Macht.
    Die brauche Ordnung und ihr Ruh´,
    ich schmiere den die Augen zu,,
    wenn ich den sag, was Sache ist.
    Wenn Bürger zornig Rache schwören,
    dann tu ich schon mal richtig kehren,
    dann ist mein Besen nur aus Eisen,
    niemand könnte mir beweisen,
    was ich so mit dem Besen treib.
    Falsch kann ich ja nichts machen,
    wie soll ich´s auch bei solche Sachen.
    Wenn Heizungsbauer sich beklagen,
    dann zeig ich den die rote Karte,
    denn im Bezirk, hab ich das Sagen.
    Wenn die Burschen widerspreche,
    dann zahle die, die ganze Zeche,
    ich finde immer welche Mängel,
    und keiner dieser Heizungsbengel,
    stellt dann mein Kompetenz in Frage.
    Der Schornstein, der ist mein Revier,
    den lass ich mit nicht nehme`
    und wer versucht mich anzukratzen,
    dem zeig ich meine Zähne.
    So wie es ist, soll´s auch bleiben
    wir werden selbst Gesetze schreiben,
    die uns unsere Pfründe sichern.
    Die Politik hab´n wir im Griff,
    hab´n manchen schon zurück gepfiff´,
    der versucht hat, das System zu kippe´.
    Wir sind `ne eigne Macht Staat,
    wenn´s anders wär`, dann wer das schad`.
    Wir bringen Glück in eig´ner Sache,
    was für ein schönes Leben,
    die Welt, die wäre ärmer dran,
    würde`s uns nicht geben!

    Gefällt mir

  16. gsohn schreibt:

    Meine Frist läuft Ende Juli ab – also habe ich Luft und natürlich werde ich dem Platzhirschen die Rote Karte zeigen.

    Gefällt mir

  17. gsohn schreibt:

    Und Dein Gedicht, Nicole, bringt wirklich alles auf den Punkt 🙂

    Gefällt mir

  18. F.U. schreibt:

    früher wurden die bezirke (in RLP) in jeweils 200.000 AW eingeteilt. der AW wert war damals dabei 64ct. jetzt können sie selbst ausrechnen was der BSM an umsatz im jahr gemacht hat. und dabei handelt es sich bei weitem nicht um seinen gewinn, da er verpflichtet war einen mitarbeiter zu beschäftigen und hatte auch noch sowas wie steuern, gebühren und versicherungen zu bezahlen.
    würde ein feger am tag wirklich wie in ihrem beispiel 40 häuser bearbeiten und einen umstz von 3000€ machen, würden das im jahr bei ca. 260 arbeitstagen 760.000€ sein. also ist die aussage des installateurs an den haaren herbei gezogen.

    wenn sie persönlich etwas gegen die arbeiten dieses berufsstands haben, steht es ihnen frei eine wärmepumpe, ein lüftungsgerät oder ähnliches zu installieren, welches nicht durch die schwarzen männer prüfpflichtig ist.

    Gruß F.U.

    Gefällt mir

  19. Siegfried werner schreibt:

    Hallo! Ich möchte nur sagen das wir jetzt schon ein halbes Jahr ärger haben und nun auf einmal entzieht er mir mein feuersetenbescheit. Und nun

    Gefällt mir

  20. Siegfried werner schreibt:

    Ja ja nur Banditen in Schwartz

    Gefällt mir

  21. gsohn schreibt:

    Dann halt mal mit Thomas W. Müller Kontakt aufnehmen. Er kann Dir vielleicht einen Rat geben.

    Gefällt mir

  22. Blaueswunder schreibt:

    Schornsteinfeger gewechselt, war kein Problem. Der schlimmste Anscheisser war und ist aber der Bezirksschornsteinfeger! Als wir nicht mehr mitgemacht haben, was er wollte….hat er uns beim Bauamt angezeigt! Wie wechselt man diesen Herrn! Er kommt doch immer noch alle 31/2 Jahre zu BESICHTIGUNG!

    Gefällt mir

  23. Wolfgang Frei schreibt:

    Das Problem ist uns auch bekannt. In vielen Fällen können wir den zu uns gewechselten Kunden inzwischen bei der Feuerstättenschau zur Seite zu stehen. Fachlich werden dann schnell die Sachverhalte (so diese denn sachlich sind) mit dem b BSF erörtert und gut ist. Allerdings ist der Verbraucher (ohne fachlichen Beistand) in solchen Fällen (fast) immer hinten dran. So lange sich diese Geschichten halten, dass nach einem Wechsel nur noch Theater war, genau so lange wird doch kein Verbraucher wechseln wollen. Etwas gespart und mit Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall auch wieder Geld, drauf gezahlt. Da überlegt sich jeder Verbraucher, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Und mit dieser Art der Repression, bleibt das bestehende System weiter am Leben.

    Gefällt mir

  24. Michaela schreibt:

    Zugegeben: ich bin etwas spät dran mit einem Kommentar, da der Beitrag schon etwas älter ist….Aber: das ganze Spektakel ereignet sich bekanntlich jährlich. Angebote könnt ihr z. B. auch unter

    http://www.kaminia.de

    einholen. Und Nicole hat Recht: je mehr sich beteiligen desto wahrscheinlicher wird und desto eher kommt ein echter Wettbewerb.

    Gefällt mir

  25. Blaueswunder schreibt:

    Das ist alles richtig, aber wie schon erwähnt, man wird ihn dann doch nicht los. Er kommt alle 3 Jahre zur „Besichtigung“ doch wieder vorbei!Redet nur dummies Zeug und zieht wieder ab , schnell verdientes Geld ohne richtige Leistung!
    Wie kann man aus DIESEN Fängen rauskommen?
    Warum hat man hier keine Wahl und ein freier Wettbewerb wird wieder verhindert?Was soll überhaupt noch dieser zusätzliche Schwachsinn, ich habe einen anerkannte freien Schornsteinfeger, er fegt jährlich, Abgasüberprüfung
    wird durchgeführt( zusätzlich aber noch Wartungsvertrag mit einer Firma!)
    aber er DARF nicht feststellen ob die Schornsteine und Anlagen ok sind? Da muss alle drei Jahre dieser „Bezirksschornsteinfeger“ mit Hut anrollen?
    Welch ein Unsinn wird hier auch noch vom Amt unterstützt??
    Wir möchten dazu endlich einmal von der Regierung eine Antwort und haben , dazu kommt nur Stillschweigen…..warum wohl?Sind etwa wie im Bauamt Beeskow die gemütlichen Sessel in Gefahr?

    Gefällt 1 Person

  26. Olaf Spiering schreibt:

    Ärger mit Behörden kenne ich nur zu gut. Das LRA Sigmaringen, BW. Die schikanieren die Bevölkerung und gehen auch noch, von der Innung instrumentalisiert, gegen mich als Bezirks-Kaminkehrer vor. Und alles nur, weil ich mich als freier Schornsteinfeger für die Marktliberalisierung einsetze. Aber ich kämpfe, im Interesse meiner freien Kunden, weiter gegen diese Machenschaften an und hoffe, das Portal http://www.kaminia.de bringt mal Bewegung in den Markt.

    Gefällt mir

  27. gsohn schreibt:

    Hi Olaf, hättest Du Interesse, mit diesem Thema in unsere Mittwochssendung von Bloggercamp.tv zu kommen via Hangout on Air? Brauchst nur einen Google Plus-Account und einen halbwegs aktuellen Laptop mit integrierter Webcam. Wir senden immer um 20:15 Uhr.

    Gefällt mir

  28. Olaf Spiering schreibt:

    Servus. Sorry, hab einen Fehler gemacht. Deshalb erst jetzt die Antwort.
    Würde das Angebot gern annehmen. Möchtest du das heute thematisieren?

    Gefällt 1 Person

  29. gsohn schreibt:

    Hi Olaf, heute haben wir zwei Buchautoren in der Sendung. Wir sollten die Terminabsprache via E-Mail machen gunnareriksohn@googlemail.com

    Gefällt mir

  30. Roman Heit schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht denken Sie jetzt das Sie die freie Schornsteinfeger Wahl haben.Weit gefehlt, denn die Lobby arbeitet effektiv. Freie Schornsteinfeger werden heftigst bekämpft und vom Markt gedrängt. Wenn sich nämlich ein Bezirksfürst an die Aufsichtsbehörde wendet dann ist aber zappenduster. Für den Kunden und den so genannten Fremdbetrieb. Denn jetzt wird wieder Kindergarten Große Gruppe gespielt. Nein mein Förmchen(Kunde)bekommst du nicht.Aus meiner leidvollen Erfahrung ist diese Masche auch recht erfolgreich denn welcher Kunde will sich schon mit den Aufsichtsbehörden und dem Bezirksfürsten anlegen und das nur für letztendlich für ein paar Euro. Das es hier un Alles oder Nichts geht (nämlich um den fairen und freien Wettbewerb)scheint vielen Kunden egal zu sein.Fakt ist jedoch ohne den Wettbewerb wird sich an der Monopolstellung der Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger faktisch nichts ändern im Gegenteil diese werden dann ,da ja keine Konkurrenz mehr vorhanden ist die Preisschraube genüsslich nach oben drehen und das sehr wahrscheinlich nun Jahr für Jahr, denn die Gebühren sind ja weggefallen und nun sind die Preise dem Markt gegenüber frei gegeben.

    Denn wo keine lästige Konkurrenz vorhanden ist kann man die Kunden so richtig Abzocken.

    Wird gerade in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München gerne praktiziert.

    Ich frage mich bloß warum die Schornsteinfeger Kunden nicht das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz nicht zu Ihren Gunsten ausleben.

    Da jeder 2 Feuerstättenbescheid falsch ist kann man seinen Bezirksfürsten notfalls auch vor einem Verwaltungsgericht so richtig vorführen. Die Fehler reichen von falschen Rechtsbezügen über unsachliche Auslegungen der Kehr und Überprüfungsordnung bis hin zur Verordnung falscher Messungen gemäß 1 BImSchV.
    Das viele Feuerstättenbescheide nicht unterschrieben sind vervollständigt das Bild.Darüber hinaus wuchern die Bevollmächtigten auch gerne in den Feuerstättenbescheiden.mit Ihren Zusatzqualifikationen was Sie beim Erlassenen eines Feuerstättenbescheides aber nicht dürfen. Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht.

    Liebe Schornsteinfeger Kunden wechseln Sie zu den freien Schornsteinfegern die nicht nur an Ihrem Besten interessiert sind (Ihrem Geld)

    Nicht umsonst werben die Schornsteinfeger Innungen.mit dem Slogan:
    Wir lieben Ihr Zuhause!
    Warum wohl?
    Weil Die gar nicht der Chef in Ihrem Zuhause sind sondern der Schornsteinfeger.

    Jede Änderung von Feuerstätten muss dem Bevollmächtigten mitgeteilt werden und wehe wenn nicht dann ist gleich Gefahr im Verzug und dann ist aus die Maus.

    Die Heizung wird kurzerhand abgestellt oder das Heizen des Kaminofens untersagt.

    Natürlich mit der Androhung von saftigen Geldstrafen.

    Die Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich auf der Seite von?Richtig dem Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.

    Machen Sie diesem Monopol(jetzt Kartell) endlich ein Ende und beschweren Sie sich über Nötigungen oder ähnlichen Entgleisungen mancher Schornsteinfeger.

    Bringen Sie auch Ihre Nachbarn dazu sich bei Fehlverhalten von Bevollmächtigten sich bei den Aufsichtsbehörden zu beschweren und zwar immer schriftlich per Email oder per Brief aber am besten mit Zeugen.

    Wenn in Ihrer Liegenschaft noch nie eine sogenannte Feuerstättenschau durchgeführt wurde so ist dies ebenfalls ein klarer Verstoß gegen das Schornsteinfegerhandwerksgesetz.

    Wenn dieser Sachverhalt des öfteren vorkommt ist ein Widerruf eines Bevollmächtigten denkbar.

    Ich hoffe Sie etwas aufgeklärt zu haben und verbleibe mit freundlichen grüßen
    Roman Heit freier Schornsteinfeger aus Berlin

    Gefällt mir

  31. spiering schreibt:

    http://www.rp-online.de/wirtschaft/bussgelder-gegen-schornsteinfeger-aid-1.4692510

    Endlich haben die Behörden mal Strafen gegen die schwarze Seite verhängt. Aber das reicht nicht. Aufgrund eines Berichtes in der Schwäbischen Zeitung (http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Spiering-„Mein-Ruf-ist-ruiniert“-_arid,10126777_toid,623.html), über meinen Kampf gegen die Willkür des Landratsamt Sigmaringen, habe ich zahlreiche Nachrichten bekommen, wie Bürger von ihren bevollmächtigten Kaminkehrer, sowie durch die Ämter, schikaniert werden.
    Feuerstättenschau macht der Geselle, Angebote die man nur mit Wucher bezeichnen kann, gefälschte Feuerstättenbescheide, Arroganz und Druck.
    Warum lässt sich die Bevölkerung das bieten? Um Ihnen zu helfen, nehme auf meiner Internetseite http://www.olafspiering.de gern sämtliche Anfragen entgegen.

    Gefällt 1 Person

  32. gsohn schreibt:

    Wichtige Infos, die wir in der geplanten Bloggercamp.tv-Sendung aufgreifen werden.

    Gefällt mir

  33. Ludger Hekkluhl schreibt:

    Das Gesetz ist korrekt.
    Es unterscheidet drei Akteure:
    Der erste ist der unparteiische Kehrbezirksverwalter, der wie ein Beamter das Gesetz durchsetzen muss. Er ist vom Staat beauftragt, nach §2(1) des Schornsteinfeger-Handwerks-Gesetzes, die Arbeiten vorzugeben, die nur ein Schornsteinfeger-Handwerks-Betriebe durchführen darf. Damit ist der gesetzliche Teil erfüllt. Arbeiten, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, darf der Bezirksverwalter nicht vorgeben.

    Der zweite Akteur ist der Eigentümer. Er muss zwischen nicht gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten und nach §2 (1) SchfHwG gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten unterscheiden können. Für die nicht gesetzlichen Arbeiten sucht er einen Heizungsfachbetrieb aus und für die gesetzlich vorgeschriebenen, einen Schornsteinfeger-Handwerks-Betrieb. Da der Heizungsfachbetrieb alle Arbeiten durchführen darf, muss der Bezirksverwalter die Arbeiten, die der Fachbetrieb nach Gesetz nicht durchführen darf, von Amtswegwegen verbieten bzw. anordnen. Das ist aber eine Angelegenheit, die uns Eigentümern nichts angegeht. Das ist eine Frage des unlauteren Wettbewerbs zwischen Heizungsfachbetrieben und Schornsteinfegerfachbetrieben, die von der Aufsichtsbehörde zu klären ist.
    Wir Eigentümer müssen uns darauf verlassen können, dass der Bezirksverwalter das Gesetz unparteiische anwendert und das die zugelassenen Schornsteinfeger-Handwerks-Betriebe die Ausführungsbestimmungen und die Regel des Wettbewerbsregeln kennen. Wir Eigentümer müssen den Gesetzestext nicht kennen und auch nicht die Ausführungsbestimmungen nach KÜO. Das einzige was wir unverzichtbar haben müssen, ist eine klare Bestimmung der Arbeiten, die nach §2(1) SchfHwH gesetzlich vorgeschrieben sind und nur von einem Schornsteinfeger-Handwerks-Betrieb durchgeführt werde dürfen.

    Der dritte Akteur ist der Schornsteinfeger-Handwerks.Betrieb. Das sind Meisterbetriebe, die wie wir Eigentümer eine klare Auflistung der Arbeiten haben müssen, die nur sie durchführen dürfen, aber auch durchführen müssen. Immerhin dient das Gesetz dem Zwecke, der Betriebs- und Brandsicherheit, des Umweltschutzes, der Energieeinsparung und des Klimaschutzes und nicht zuletzt der Unfallverhütung. Für diese hohen Ziele ist der Heizungsbauer berechtigt alle Arbeiten durchzuführen, nicht so der Schornsteinfeger-Handwerks-Betrieb. Wer ist im Ernstfall haftbar?

    Fazit: Ich habe die Prüfliste bzw. den Arbeitsplan meines Heizungs-Fachbetriebes an die Behörde geschick und verlangt, die Arbeiten zu benannen, die mein Heizungsfachbetrieb nicht durchführen darf. Das können logischerweise nur die Arbeiten sein, die nach §2(1) SchfHwG nur von einem Schornsteinfeger-Handwerks-Beetrieb durchgeführt werden dürfen.
    Für meine Brennwerttherme bleibt für den Schornsteinfeger-Handwerks-Betriebt nichts übrig.

    Der Feuerstättenbescheid ist nach meiner Meinnung eine raffinierte zentral organisierte Täuschung.

    Gefällt mir

Es lebe die Diskussion!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s