Gebogenes iPhone 5: Hosentasche zu heiß, daher Garantieausschluss – Spinnt Apple?

Heute habe ich eine Mail von einem Bekannten aus Bonn bekommen. Und der lässt bei mir immer mehr Zweifel an der Qualität von Apple-Produkten aufkommen. Diesmal die Hardware:

Hi Gunnar,
es war sehr nett mit Dir das Thema Iphone zu diskutieren. Ich möchte noch einml kurz die Fakten zusammenfassen. Mein Sohn hat sein iPhone 5 völlig normal benutzt und es immer in ein Schutzhülle gehabt. Vor einigen Tagen kam er heim und zeigte mir sein in der Mitte gebogenen Smartphone, welches an den Seiten eine Trennung zwischen der Aluminiumschale und der Glasplatte aufweist.

Als nächstes rief ich die Telekom an, die mir maximiale Unterstützung zusagte und dies sogar auch einhielt. Ergebnis: Apple hat festgestellt, dass die hosentaschentemperatur zu heiss ist und deswegen sich das iPhone verzieht. Das ist ein eindeutiger Anwenderfehler und kann gegen die Zahlung von 269 Euro behoben werden. Dass am iPhone was falsch ist, steht nicht zur Diskussion.

Die Telekom hat sich bereit erklärt, die Hälfte der Kosten zu tragen, da ihnen die Sache wohl peinlich ist. Apple legt jede Gewährleistung ab. Die Aussentemperatur des Handys darf 35 Grad nicht ueberschreiten. Daher gehört es nicht in die Hosentasche.

Die völlige Verarsche. Wir machen alles mit.

Viele Grüsse

Sascha

Was macht man eigentlich im Sommer mit diesem Teil? Soll man es im Kühlschrank lagern? Oder bietet Apple ein mobiles Kühlaggregat an, um bei 40 Grad im Schatten telefonieren zu können?

Nach unserer Bloggercamp-Sendung um 18,30 Uhr werden wir Sascha so um 20 Uhr zu diesem Fall interviewen. Natürlich auch live übertragen via Hangout on Air. Wer ähnliches berichten kann an Ärgernissen über das iPhone 5, ist herzlich eingeladen, in der Gesprächsrunde mitzuwirken. Entweder mich oder Hannes Schleeh kontaktieren.

Update – Hier einige Reaktionen auf Facebook.

Grandios das Posting von Mark Goodman…

man darf es sich bei fieber nicht auf die stirn legen. übrigens, auch die handflächen haben mehr als 35 grad (wenn man nicht grad tot ist). also nicht anfassen, das gerät. apps kann man auch mit der nasespitze starten, wenn das iphone korrekterweise auf einem tisch liegt (möglichst marmor oder stein, nicht holz, da erlischt die garantie, muahahaha). vielleicht sollte apple die firma m&m kaufen, die schmelzen wenigstens nicht in der hand, da wäre ein technologietransfer angebracht…

Siehe auch:

Der Renegat: Vom Apple-Fanboy zum Nexus 4-Apologeten – Warum das iOS 6 schwächelt.

18 Gedanken zu “Gebogenes iPhone 5: Hosentasche zu heiß, daher Garantieausschluss – Spinnt Apple?

  1. Der Pressestelle von Apple haben wir natürlich angeboten, zu diesem Fall Stellung zu beziehen. Mal schauen, ob eine Reaktion kommt: Um 20 Uhr diskutieren wir in unserer via Hangout on Air übertragenen Bloggercamp-Sendung mit einem iPhone 5-Kunden ein Problem, das ich in meinem Blog schon mal angekündigt habe. Wir möchten natürlich nicht nur über Apple, sondern auch mit Apple sprechen. Deshalb meine Frage, ob heute Abend ein Vertreter von Ihrem Unternehmen Rede und Antwort stehen könnte. Bitte rechtzeitig den Vertreter benennen, so dass wir ihn dann in die Session einladen können.

  2. Traurig was da als Antwort kommt.
    Apple verdient ein Vermögen an den Geräten.
    Und sind nicht in der Lage die paar Kröten, Materialkosten, zu erstatten.
    Damit sie einen zufriedenen Kunden haben und vor allem behalten

  3. Pingback: plus-me.at GOOGLE | Heute Abend Live im #bloggercamp !

  4. Jacob Kauffmann

    Bestimmt steht in irgendwelchen Tech-Specs drin, dass das Gerät nicht heisser als 35 Grad werden darf. Beim Kauf müsste man sich dessen also bewusst gewesen sein können.
    Trotzdem sollte so was auf Kulanz gehen.

  5. Minty Fresh

    Naja ….
    laut Apple.de: http://www.apple.com/de/iphone/specs.html
    Betriebstemperatur: 0 °C bis 35 °C
    Lagertemperatur: –20 °C bis 45 °C

    Vergleich dazu Samsung Galaxy S3: (http://www.chip.de/preisvergleich/195661/Datenblatt-Samsung-Galaxy-S3-GT-I9300-16GB.html)
    Umgebungsbedingungen:
    Min Betriebstemperatur -20 °C
    Max. Betriebstemperatur 50 °C

    Damit sind die Umgebungsbedingungen bei beiden Geräten gleich. Ich denke, dass da ein Kommunikationsfehler vorliegt. Das die Hosentasche über 45°C lag … glaube ich nicht.

  6. Mag sein. Schöne Recherche übrigens. Vielen Dank. Werden wir einfließen lassen in die Gesprächsrunde um 20 Uhr. Wenn Du möchtest, kannst Du mitmachen, Minty.

  7. Ich befürchte die Servicekultur bei Apple ändert sich langsam. Bei den Notebooks sieht das noch anders aus aber bei den Mobilgeräten liebäugle auch schon mit einem HTC.

  8. Wenn man ein Handy nicht in der Hosentasche tragen kann, wo denn dann? Ein Gerät, dem es in der Hosentasche zu heiß ist ist spätestens südlich von Frankfurt nicht mehr sommertauglich. Es ist doch absolut lächerlich, so etwas zu verkaufen…

  9. Pingback: Gebogenes iPhone 5: Hosentasche zu heiß, daher Garantieausschluss – Spinnt Apple? « dialogma

  10. Lars E.

    Ist ja unglaublich, was ihr hier wegen einem iPhone abzieht. Das Gerät ist schon seit einigen Monaten auf dem Markt und es gab bisher wohl noch keine weiteren Mängel dieser Art. Schön wäre es bei einem so „investigativen“ Blog, wenn ihr wenigstens Fotos und Emailverkehr hier offen legen würdet. So macht das alles einen komischen Eindruck…

  11. Ich habe hier die Beschwerde eines Apple-Kunden dargestellt. Not more. Am Foto des Blogs wirst Du sicherlich erkennen, dass ich mitnichten ein Apple-Hasser bin.

    Foto und das Interview mit dem Kunden wurden live übertragen. Siehe: http://ichsagmal.com/2013/03/20/ei-phone-und-heise-hosen/

    Merkwürdig sind eben die Begründungen für den Garantieausschluss. In der alltäglichen Nutzung von Smartphones ist es bei mir nicht unüblich, das Gerät auch mal in die Hosentasche zu stecken. Und 35 Grad heranzuziehen als Grund für einen „Anwenderfehler“ ist mehr als lächerlich. Die Pressestelle von Apple ist von mir zu diesem Gespräch eingeladen und auch um eine Stellungnahme gebeten worden. Bis heute ist eine Reaktion ausgeblieben.

  12. @Veri: Nein, die Service-Kultur bei Apple hat sich nicht verändert. Sie ist genauso menschenverachtend wie eh und je. Meine letzte Begegnung damit war vor 15 Jahren, als ich noch stolzer Besitzer eines Powerbook Duo war. Es gab ein OS-Update, nichts großes, ich glaube es ging um den Wechsel von 7.4 auf 7.5.

    Ich rief beim Service an um zu fragen, wo ich das Update bekommen kann (damals stand sowas noch nicht auf irgendeiner Webseite). der junge Mann fragte mich, was für ein gerät ich denn hätte, und ich sagte: „Duo“. Das sei schade, meinte er, denn es würde dafür kein Update mehr geben.

    Ich war wohl etws verdutzt und fragte, was ich denn jetzt machen sollte. Da tröstete mich der Apple-Mensch mit den Worten: „Sie können das Ding ja immer noch als Briefbeschwerer verwenden.“

    Wie gesagt: Es hat sich nicht geändert…

    PS: Das war übrigens der Tag, an dem ich rausging und meinen ersten Windows-PC kaufte. Ich habe es nie bereut.

  13. Soso

    Bei mir ist es sogar noch schlimmer, als die Story mit der Hosentasche. Benutze ich das iPhone mit einer Schutzhülle läuft alles super. Doch ist keine Hülle um das Gerät und ich halte es in der Hand, hitzt es sich allein davon auf und der Akku fällt durch die entstandene Hitze rapide ab!
    Echt nervig!

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