Weihnachten mit oder ohne Exceme: Frohes Fest!

Frohe Weihnacht mit Steve 003

Wünsche Euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein Jahr ohne Weltuntergangs-Phobien. Als weihnachtliche Gabe erscheint am zweiten Feiertag meine The European-Kolumne mit Gedanken über die Sinnlosigkeit. Keine Angst, das Stück verkündet keine moralische Botschaft, sondern bringt einige nette Lesefrüchte aus dem weithin unterschätzten Lexikon aus der Feder von Sascha Lobo, um nach dem mentalen Leerlauf der vergangenen Tage wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Es ist der kleine Duden für die Zukunft, den man auch während der Entspannungszeiten auf dem Klo zu Rate ziehen oder als Ablenkungslektüre für sinnfreie Sitzungen nach dem Ende des wohlverdienten Jahresend-Urlaubs nutzen kann. Das Standardwerk liefert 698 schnell zu erlernende neue Worte und philosophische Erhellungen für alle Lebenslagen.

Man muss sich ja nicht mit geistesschwachen Meetings zufrieden geben, die über die Frage brüten, ob schon die results für Q2 vorliegen und eine Antwort erntet wie:

„Ja, und Sales performt schon wieder under!“

Passend zu dieser lachhaften Nichtkommunikation sind nach den Ausführungen von Sascha Lobo rund 90 Prozent aller Arbeiten im Büro nur vorgetäuschte Scheintätigkeiten zur Selbstvergewisserung der eigenen Nützlichkeit:

„Büroarbeit am Anfang des dritten Jahrtausends ist abgesehen vom notwendigen Geldverdienen die kollektive Illusion, man sei geschäftig und betriebsam im Geschäft oder Betrieb, während man in Wirklichkeit einen Lebenspartner sucht oder jemanden, um den Lebenspartner zu betrügen, oder wenigstens einen Grund, um zu saufen“, schreibt Lobo in seinem Opus der Klugheitslehre.

Wenn man schon tief in der Sackgasse des beruflichen Hospitalismus schmort, dann sollte man die Dinge wenigstens beim Namen nennen.

„Und zwar gerade die Dinge, die noch gar keinen Namen haben, weil die werktätige Bevölkerung aus einer Jobschock-Starre heraus bisher nicht zur Benennung kam. Und weil jeden Tag neuer, bis dahin unbekannter Irrsinn entsteht, der endlich mal benannt werden müsste“, so der Ratschlag des Web-Irokesen.

„Marketingeln“ zählt zu den nützlichen Wortkreationen, um das ständige Umherschwirren derjenigen Mitarbeiter zu erklären, die außer der Entscheidung über die Farbe des Firmenfuhrparks praktisch nichts mehr zu tun haben und diesen Umstand durch geschäftiges Herumlaufen zu verbergen versuchen. Weitaus bedenklicher für das Büroleben ist das EXCEM. Es handelt sich um allergische Reaktionen auf Excel.

Mehr dazu am Mittwoch. Man hört und sieht sich in den nächsten Tagen 🙂

2 Gedanken zu “Weihnachten mit oder ohne Exceme: Frohes Fest!

  1. Das wünsche ich Euch auch. Hoffe, der Weihnachtsmann/das Christkind war fleißig. Habe jetzt ein neues iPad 🙂 🙂 🙂 Mit der Reaktion aus Mainz werde ich mich in den nächsten Tagen beschäftigen.

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