Die ichsagmal.com-Dartscheibe und tüftelnde Unternehmer in Deutschland

“Wir verdienen unser Geld, indem wir Ideen und Wissen produzieren. Das ist eine völlig andere Welt als die Skalierungswelt der Industrie, die auf Massenfertigung setzt. Würden wir dem Empfehlung zur Re-Industrialisierung folgen, dann wäre Deutschland bald ein Armenhaus. Wir könnten auf gar keinen Fall gegen die Massenproduzenten konkurrieren, die es längst in aller Welt gibt und von denen wir heute profitieren. Es sind die Märkte für unsere guten Ideen”, erklärt der brand eins-Redakteur Wolf Lotter im ichsagmal-Interview.

Nachzulesen unter: http://ichsagmal.com/2012/10/24/wolf-lotter-und-die-dampfmaschinen-ideologie-der-liebwertesten-industrie-gichtlinge/

Wie recht er hat. Man braucht sich nur jeden Monat die Reportagen und Berichte des brand eins-Magazins zu Gemüte führen, um zu verstehen, was Wolf Lotter in Abgrenzung zu den Indunstrie-Gichtlingen, die mental im 19. Jahrhundert steckengeblieben sind, mit seiner Aussage meint.

In der November-Ausgabe von brand eins gibt es ein interessantes Porträt des Unternehmers Charles Rechberger: Seine Baufirma zählte zu den Verlierern der Philipp Holzmann-Pleite, die der Ex-Kanzler Gerhard Schröder doch eigentlich mit großem Getöse vor dem Untergang retten wollte – ist ihm super gelungen. Rechberger machte aus seiner Notlage eine Tugend und folgte seiner Passion als Dart-Hobbyspieler. Er analysierte klug die Marktlage und gründete ein neues Unternehmen. Weltweit, so der brand eins-Bericht, werden jährlich etwa 110 Millionen Dartscheiben verkauft.

„Das Geschäft ist fest in angelsächsischer Hand“, schreibt brand eins.

Oder war. Die Scheiben bestehen aus Sisalfasern, die mit einem speziellen Verfahren so gebündelt und gepresst werden, dass die Pfeile darin stecken bleiben. Rechberger will es besser machen. Er experimentiert mit dem Material und entwickelt schließlich ein Verfahren, um Sisal digital bedrucken zu können. Und der Gag dabei: Die Dartscheiben können personalisiert hergestellt werden.

„Der Tüftler tauft seine neue Firma Pemizza GmbH und gewinnt einen Investor für den Aufbau des einige Hunderttausend Euro teuren Maschinenparks. Der besteht unter anderem aus der Druckmaschine und einer rechnergesteuerten CNC-Fräse. Damit können in wenigen Minuten acht Dartscheiben gleichzeitig und mit unterschiedlichen Motiven bedruckt werden“, berichtet brand eins.

Gute Ideen muss man einfach belohnen. Fürs Büro habe ich also gestern Abend eine ichsagmal.com-Dartscheibe bestellt. Heute kam von einem freundlichen Herrn dann noch die Rückfrage, ob die Schreibweise richtig umgesetzt wurde und das Motiv auf Gegenliebe stößt. Alles bestens. In ein paar Tagen kommt das Produkt inklusive Spielanleitung und Pfeilen. Eignet sich auch als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Weiter so!

4 Gedanken zu “Die ichsagmal.com-Dartscheibe und tüftelnde Unternehmer in Deutschland

  1. Hallo Gunnar, das ist ja super! Dann bringe ich meine Darts zu Dir mit und wir spielen eine Runde! hoffentlich platzt der Autoreifen nicht, wenn ein Dart rein fliegt.

  2. Pingback: Die ichsagmal.com-Dartscheibe ist da #pemizza.de | Ich sag mal

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