Zweite Session des heutigen Blogger Camps um 19,30 Uhr: Von der zerstörerischen Kraft der digitalen Dauerdisruption #bc

Hauptverantwortlich für den Titel dieser Runde ist Sascha Lobo. Jedenfalls regte mich seine Spiegel-Kolumne zu dieser Formulierung an. Hatte ich heute früh ja bereits gepostet.

Für etablierte Branchen wird es immer schwieriger, die Dimension der tektonischen Verschiebungen zu antizipieren. Aus dem Werk von Professor Clayton M. Christensen stammt die Formulierung:

“Disruptive Technologien machen zu dem Zeitpunkt, an dem Investitionen für das Unternehmen so wichtig wären, noch kaum Sinn.”

Klingt nicht so spektakulär, ist aber für etablierte Industrien ein echtes Problem. Die Umsätze stagnieren auf hohem Niveau und die Talfahrt ist noch nicht so ganz in Sichtweite. Man kann es höchstens erahnen.

„Nur wer bereit ist, auch das eigene Geschäftsmodell ständig zu hinterfragen, wird überleben”, so AUDI Vorstandschef Rupert Stadler, einer der drei Herausgeber des im Oktober auf den Markt gekommenen Buches „Erfolg im digitalen Zeialter“.

Die Wirtschaft habe angeblich reagiert, für viele Unternehmen rangieren ein eigener Facebook- und Twitter-Account sowie eine attraktive Website ganz oben auf der Rangliste propagierter Erfolgsrezepte. Doch reicht das wirklich aus?

Wenn aus einer kleinen Luftbewegung plötzlich ein Sturm entsteht, wird klar, dass es ein Fehler sein kann, Trends der sich stetig entwickelnden Digitalisierung – die ständig neue Daten generiert und auch immer häufiger physische Produkte vernetzt – nicht permanent zu hinterfragen. Wenn ich mir die Autoren dieses Buches anschaue, wachsen bei mir die Zweifel:

Antwort sollen diese Autoren geben (keine Angst, die sind im Blogger Camp nicht dabei, es geht um die Autoren des Buches): Marc Benioff (CEO salesforce), Thomas Bieger (Rektor Uni St.Gallen), Roland Boekhout (Vorstandschef ING-DiBa), Walter Brenner, Andreas Hermann und Miriam Meckel (alle Uni St. Gallen), Rolf Buch (Vorstandschef arvato), Mathias Döpfner (Vorstandschef Axel Springer), Michael Frenzel (Vorstandschef TUI), Herbert Hainer (Vorstandschef adidas), Michael Heinz (Vorstand BASF), Heinrich Hiesinger (Vorstandschef ThyssenKrupp). Markus Hofmann (Vorstand AXA Konzern), René Obermann (Vorstandschef Deutsche Telekom), Siegfried Russwurm (Vorstand Siemens), Rupert Stadler (Vorstandschef AUDI) und Johannes Teyssen (Vorstandschef E.ON).

Richtige Regelbrecher und Abweichler sind nicht dabei. Aber die braucht man ganz dringend. Sie machen sich den schnellen Wandel und die Auflösung alter Kontexte zunutze. Die ungezähmten Ideen an der Peripherie sind der Rohstoff, aus dem morgen glänzende Markterfolge erwachsen, wie ich in meinem Wolf Lotter-Stück geschrieben habe.

Genügend Diskussionsstoff für die Blogger Camp-Runde um 19,30 Uhr. Hoffe, Ihr seid dabei.

2 Gedanken zu “Zweite Session des heutigen Blogger Camps um 19,30 Uhr: Von der zerstörerischen Kraft der digitalen Dauerdisruption #bc

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