Warum auch die Mutti Apple mag und der Massenmarkt nach Einfachheit verlangt

Nach der Androiden-Invasion habe ich mich noch mal grundsätzlich mit dem Design-Problem bei Produkten und den Kriterien der Einfachheit auseinandergesetzt. Hier sehe ich Steve Jobs immer noch in einer komfortablen Situation. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Story, die bei Service Insiders erschienen ist.

Die technikgetriebene Politik vieler Firmen sei eine der Hauptursachen für die Innovationsmisere in Deutschland, kritisiert Bitronic-Chairman Peter B. Záboji nach einem Bericht des Düsseldorfer Fachdienstes Service Insiders. Warum hat Apple einen so großartigen Erfolg? „Weil Steve Jobs von Anfang an Produkte auf den Markt brachte, die den Prinzipien der radikalen Vereinfachung entsprechen. Hier liegt auch die Ursache für den Streit mit den Computerfreaks und Ingenieuren, die sich fernab des Marktes einseitig für ihre technischen Obsessionen interessieren“. Kritiker von Apple reduzieren das auf die Geschlossenheit des Apple-Ökosystems von Endgeräten, Betriebssystem und Apps. Das Ganze führe zu einer Entmündigung und Infantilisierung der Nutzer.

„Wer so argumentiert, kann ja weiter an irgendwelchen Computern herumschrauben, den Lötkolben schwingen und nächtelang an neuen Programmen schreiben. Für den Massenmarkt taugt diese Geisteshaltung nicht“, weiß Záboji. Andere Menschen seien froh, dass sich die Software und Hardware mittlerweile bedienen lassen, wie ein Kaffeeautomat. Geräte wie die Tablet-PCs seien ein Indiz für die technische Reife, die man mittlerweile in der Branche für Informationstechnologie und Telekommunikation erreicht hat. Man könne sie wie normale Haushaltselektronik ohne technisches Verständnis nutzen.

Die komplette Story ist im Fachdienst Service Insiders heute erschienen. Hier nachlesen. Kommentare und Ideen für neue Storys würden mich natürlich wieder sehr freuen.

4 Gedanken zu “Warum auch die Mutti Apple mag und der Massenmarkt nach Einfachheit verlangt

  1. In welchem Zusammenhand da Vinci das gesagt haben soll, ist unklar: Man könnte ja auch mal eine Übersetzung ins Italienische machen: La semplicità costituisce l’ultima sofisticazione.

    Es könnte sich auch auf seine Schaffensperiode als Erfinder und Konstrukteur beziehen: Siehe: http://www.deutsches-museum.de/bonn/ausstellungen/ausstellungen-2010/leonardo-da-vinci/. Die Ausstellung läuft noch bis Mai.

    Leonardos Kreativität erstreckte sich auf viele technische Bereiche. Gegenüber öffentlichen Auftraggebern wie zum Beispiel dem Mailänder Herzog Lodovico Sforza betonte er gern seine militärischen Entwicklungen wie mobile Brücken, Katapulte und Belagerungsgeschütze. In den vielen hundert Skizzen, die von ihm erhalten sind, finden sich aber vor allem Maschinenentwürfe, die zur Vereinfachung und Erleichterung von Arbeitsprozessen dienen sollten. Er experimentierte in immer neuen Variationen mit Sperrklinken, Flaschenzügen, Getrieben und Zahnrädern.

    Interessanter Vortrag am 12. April 2011, 19.00 Uhr
    „Leonardo und die Kunst des Scheiterns“ von Professor Dr. Roland Kanz, Institut für Kunstgeschichte und Archäologie der Universität Bonn.

  2. Pingback: Best of Steve Jobs: Eine Ich sag mal-Auswahl « Ich sag mal

Kommentar verfassen