Wie neurotische Diktatoren in den Chefetagen die Mitarbeiter frusten

Die Gallup-Studie zur Motivation der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen passt ja wie die Faust aufs Auge zu meiner The European-Kolumne über neurotische Diktatoren, Borderliner, Brüller und Schreihälse in den Führungsetagen.

In vielen Firmen ignorieren Führungskräfte nach wie vor die zentralen Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitarbeiter teilweise oder völlig. Das belegt der Gallup Engagement Index, der in Berlin vorgestellt wurde. Die Folge ist eine geringe Motivation der Arbeitnehmer: 21 Prozent weisen keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen auf, verhalten sich am Arbeitsplatz destruktiv und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Firma. Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine hohe emotionale Bindung und sind bereit, sich freiwillig für ihren Arbeitgeber und dessen Ziele einzusetzen. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer, insgesamt 66 Prozent, weist lediglich eine geringe emotionale Bindung auf – und leistet nur Dienst nach Vorschrift. Durch die daraus resultierenden Produktivitätseinbußen entsteht nach Schätzung von Gallup ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund 120 Milliarden Euro. Siehe auch die NeueNachricht-Meldung: Gallup Engagement Index: Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt und zwei Drittel leisten Dienst nach Vorschrift – Führungsverhalten häufig Ursache für mangelnde emotionale Bindung.

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