Wer bin ich und wenn ja, warum nicht Goethe oder Schiller?

Die FAZ bietet ein hübsches Tool, um herzufinden, welche Schriftsteller-Persönlichkeit in einem schlummert. Der Möglichermacher-Blogger Andreas Frank hat mich darauf hingewiesen und einen Text von mir eingegeben. Danach bin ich Rainald Goetz, was mich sehr erfreut. Denn ich schätze sein Werk, vor allem die kritischen und ironischen Tagebuch-Passagen zum FAZ-Herausgeber Fränkieboy Schirrmacher.

Zur Wiederholung der Identitätsprüfung habe ich zwei Texte ausgewählt, die sich mit dem Neuro-Feuilleton der FAZ beschäftigen.

Erster Text:
Zwischen Luftgitarren und Zauberberg: FAZ-Ostfriese Reents zerstückelt den Netzwerk-Experten Professor Kruse.

Ergebnis:

Rainald Goetz

Zweiter Text:

Netznavigator: Herder statt Schirrmacher.

Ergebnis:

Friederike Mayröcker

Und zur Kontrolle noch einen.

Pöppel pöbelt gegen Facebook: Die ewige Wiederkehr der Schirrmacher-Theoreme im FAZ-Feuilleton.

Ergebnis:

Sigmund Freud

Bin ich jetzt eine multiple Persönlichkeit? Muss ich mir sorgen machen? Eigentlich nicht. Wenn mein publizistisches Werk zwischen Goetz, Mayröcker und Freud schwankt, ist das für den Leser doch wohl immer mit Überraschungen verbunden. Hoffe ich jedenfalls.

9 Gedanken zu “Wer bin ich und wenn ja, warum nicht Goethe oder Schiller?

  1. Sei beruhigt: Ich oszilliere je nach Blogartikel zwischen Sigmund Freud und Ildiko von Kürthy – war mir als bekennender Literatur-Banause völlig unbekannt. Letztere hat sich bislang noch nicht bei mir gemeldet, um mir mal zu erklären, warum Sie so wie ich schreibt ;-)))

  2. Nur weil ich in einem Text über die Standhitze von Hündinnen den Begriff Saubatz untergebracht habe, erhielt ich das Zertifikat „Charlotte Roche“. Ansonsten schreibe ich wie Heinrich Heine, was diesen wiederum um den Schlaf bröchte, wenn er es wösste.

  3. Miliana

    ich warte ja noch immer darauf, dass Du mal schreibst wie Rilke:
    Wie soll ich meine Seele halten, daß
    sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
    hinheben über dich zu andern Dingen?
    Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
    Verlorenem im Dunkel unterbringen
    an einer fremden stillen Stelle, die
    nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
    Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
    nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
    der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
    Auf welches Instrument sind wir gespannt?
    Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
    O süßes Lied.

  4. Oder wie wäre es mit Gottfried Benn:
    Liebe – halten die Sterne
    über den Küssen wacht –:
    Meere, Eros der Ferne,
    rauschen, es rauscht die Nacht,
    steigt um Lager, um Lehne,
    eh sich das Wort verlor
    Anadyomene
    ewig aus Muscheln vor.

    Liebe – schluchzende Stunden,
    Dränge der Ewigkeit
    löschen ohne viel Wunden
    ein paar Monde der Zeit,
    Landen – schwärmender Glaube,
    Arche und Ararat
    sind dem Wasser zu Raube,
    das keine Grenzen hat.

    Liebe – du gibst die Worte
    weiter, die dir gesagt,
    Reigen – wie sind die Orte
    von Verwehtem durchjagt,
    Tausch – und die Stunden wandern,
    die Flammen wenden sich,
    ich sterbe für einen andern
    und du für mich.

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