Änderung der Markenrichtlinie für AdWords: Für Retailer wird das Leben leichter!

Wenn Werbetreibende ihre Anzeigen bei Google schalten, wählen sie Keywords aus. Keywords lösen die Schaltung von AdWords-Anzeigen aus, wenn ein Nutzer diese Begriffe bei Google eingibt. In Europa gab es in den vergangenen Jahren eine Debatte darüber, wer Markennamen als Keywords verwenden darf. „Wir selbst waren schon immer überzeugt davon, dass den Nutzern am meisten damit gedient ist, wenn ihnen die relevantesten und informativsten Anzeigen angeboten werden und sie von einem Mehr an Informationen während der Suche profitieren. Unseren Standpunkt haben wir in einer Reihe von Gerichtsverfahren bis hin zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) verteidigt. Anfang dieses Jahres hat dieser unsere Einschätzung dann weitestgehend bestätigt. Laut Urteil des EuGH hat Google keine Markenrechte verletzt. Inserenten dürfen auf Keywords bieten, die den Marken anderer Unternehmen entsprechen. Weiter hat das Gericht entschieden, dass es legitim ist, wenn ein Inserent den Markennamen eines anderen Unternehmens als Keyword verwendet, um auf seine eigenen Anzeigen zu verweisen“, teilt Google mit. 

Entsprechend werden wichtige Änderungen der Google-Markenrichtlinie für AdWords vorgenommen. Ein Unternehmen, das bei Google in Europa Anzeigen schaltet, kann jetzt geschützte Begriffe als Keywords verwenden. Wenn ein Nutzer zum Beispiel den Markennamen eines Herstellers von Fernsehgeräten eingibt, kann er ab sofort relevante und hilfreiche Anzeigen von Wiederverkäufern, Informationswebseiten und Gebrauchtartikelhändlern finden sowie Inserate anderer Produzenten überprüfen. Für die Retailer werde sich das positiv auswirken, so der AdWords-Experte Robin Heintze von der Kölner Agentur Morefiremedia: „Marken-Inhaber sind jetzt selbst in der Verantwortung, die Verwendung ihrer Marke zu kontrollieren und gegebenenfalls juristisch gegen Rechtsverstöße vorzugehen. Die Verantwortung liegt nicht bei Google. Für Werbungstreibende ist das auf jeden Fall eine Erleichterung. Die Markenartikler müssen allerdings an ihrem Monitoring arbeiten – aber dafür gibt es gute Tools“, so Heintze. 


Posted via email from gsohn’s posterous

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