Wer besitzt die Öffentlichkeit? Mit Sicherheit nicht der Oberbürgermeister von Bonn

Street View ist nach Auffassung von Jeff Jarvis ein hilfreiches Projekt und die Einstellung vieler Trittbrettfahrer, die sich in Deutschland auf Google einschießen, mehr als fragwürdig. Dürfen staatliche Instanzen reglementieren, ob man in der Öffentlichkeit Bilder machen darf oder nicht. „Wer besitzt die Öffentlichkeit? Das Problem ist zum Beispiel bei Google Street View: Wenn man Google verbietet, Fotos in der Öffentlichkeit zu machen, verbietet man es bald auch Journalisten. Das ist eine gefährliche Entwicklung“, warnt Jarvis zu recht.

Was sich in Bonn mit der Sondernutzung abspielt, ist eine eindeutige Beschränkung der journalistischen Berufsfreiheit und ein Fall für die Kommunalaufsicht. Darüber habe ich ja bereits geschrieben. Ich lege jedenfalls keinen Wert auf die Gouvernanten im Stadtrat und in der Stadtverwaltung. Google Street View ist höchst erstrebenswert, da es zu einem weiteren Auftrieb von Anbietern mit lokalen Informationen beitragen wird. Selbst regional verankerte Wirtschaftsunternehmen werden davon profitieren.

3 Gedanken zu “Wer besitzt die Öffentlichkeit? Mit Sicherheit nicht der Oberbürgermeister von Bonn

  1. Pingback: Google Street View: Bonn und die journalistische Berufsfreiheit – Bekomme ich jetzt einen Gebührenbescheid, Herr Oberbürgermeister? « Ich sag mal

Kommentar verfassen