Sascha Lobo, das Echtzeitweb und die Weisheit der Freunde

Bei einer recht interessanten Expertenrunde der Cebit-Webciety skizzierte Sascha Lobo in einem kurzen Statement die wichtigsten Trends des Echtzeitwebs, die Rolle von Freunden, Bekannten, Interessenten als Filter für Informationen im Internet. Im Gegensatz zu Google setzt ja Facebook nicht auf die zügellose Sammelwut, um an eine Cyber-Weltformel hervorzuzaubern, sondern auf die Weisheit der Freunde. Immerhin tauschen die Facebook-Mitglieder rund 14 Milliarden Informationen in jedem Monat aus.

Mit rund 500 Millionen Menschen, die Ende 2010 ein Facebook-Konto haben werden,entwickelt sich das Zuckerberg-Imperium zum mächtigen Internet im Internet mit Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ob das so bleibt und ob wir in ein paar Jahren über Begriffe wie Social Media oder die Ökonomie der Aufmerksamkeit noch reden werden, ist wohl keinem Experten nicht klar. Ob Google dann zu den Verlierern zählen wird, darf bezweifelt werden. Vielleicht setzt sich wieder ein ganz anderes Konzept durch, um ein personalisiertes Web auf allen Kanälen durchzusetzen. So schreibt es ja auch das Manager Magazin: Selbst die größten Web-Projekte können binnen kürzester Zeit dem Verderben anheimzufallen. „AOL, vor zehn Jahren eine der mächtigsten Firmen der Welt, ist, vom Fortschritt fast vertilgt, nur noch ein Haufen Elend. MySpace, der entthronte Marktführer unter den Sozialnetzen, befindet sich, lallend und gurgelnd, in einer Periode des Erlahmens, des Stillstands, des Zurückweichens und womöglich gar des Abbröckelns und der Zersetzung“. Mal schauen.

Hier das Statement von Sascha Lobo.

Das komplette Programm der Webciety.

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