Margot Honecker, die Unbelehrbare, feiert den 60. Jahrestag der DDR

Margot HoneckerSie war die mächtigste Frau der DDR: Margot Honecker, Frau des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker und selbst 26 Jahre lang Volksbildungsministerin im Arbeiter- und Bauernstaat. Seit 1992 lebt sie im Exil in Chile. Panorama hat sie dort gesucht – und gefunden. Panorama-Reporterin Christine Adelhardt hat mit Margot Honecker gesprochen. Sehr viele Antworten hat sie nicht bekommen. Einem Zuschauer von Panorama verdankt die Redaktion den Hinweis auf einen Film, der die Kaderlady im privaten Kreis zur Feier des 60. Jahrestages der DDR zeigt. Nobel von der Redaktion, die Recherche im Social Web nicht als eigene Leistung darzustellen. Die Aufnahmen finden sich bei Youtube. Man brauchte ins Suchfeld nur „Margot Honecker“ eingeben und wurde sofort an zweiter Stelle fündig. Das ist doch mal ein schönes Beispiel für die Symbiose von Profi- und Bürgerjournalismus.

„Der Sozialismus kommt wieder, auch in Deutschland“, so beurteilt Margot Honecker die politische Lage zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung. Nach wie vor bezeichnet sie den Fall der Mauer als Verrat. Was sie vor allen Dingen jungen Menschen in der DDR angetan hat, wurde von der Panorama-Redaktion mit Augenzeugenberichten gut herausgearbeitet. Stichwort: Jugendwerkhof Torgau (Anweisung, die mit MH unterschrieben wurde: „Den Willen Jugendlicher brechen“).

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