Visuelles Merchandising als Servicestrategie im Einzelhandel

Ob in der U-Bahn, in der Bank oder in Supermärkten – Elektronische Medien haben das visuelle Merchandising revolutioniert und schaffen völlig neuen Präsentations- und Informationsmöglichkeiten. Laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung wird der Nettowerbeumsatz mit digitaler Werbung, einer Studie von Goldmedia und Screen Digest zufolge, bis 2012 jährlich um durchschnittlich 29 Prozent auf 630 Millionen Euro wachsen.

Da Kunden dem Konsumsektor zunehmend anspruchsvoller und kritischer gegenüberstehen, erweist sich die digitale Instorewerbung als zukunftsorientierte Servicestrategie. Das bestätigt auch Helmut Sartorius, Geschäftsführer der Visual Merchandising Initiative (VMI): „Multimodales Merchandising ist nicht nur ein Trend, sondern ein Erfolgsrezept. Bereits im Herbst 2007 hat die VMI, ein Zusammenschluss mehrerer führender Unternehmen zur Förderung neuer Techniken am Point of Sale, eine Studie zu diesem Thema durchgeführt“. Untersucht wurde unter anderem der Einsatz des so genannten Cross-Sellings an Frischetheken. „Über Waagen mit kundenseitigem Display“, so Sartorius weiter, „wird dabei zum Zeitpunkt des Verkaufs ein Sekundärprodukt angeboten – etwa der passende Wein zum Käse“. Auch hier sprechen die Zahlen für sich: So stieg Wein als beworbenes Sekundärprodukt im Verkauf um ganze 266 Prozent an. Erhoben wurden die Daten im Supermarkt des größten Einkaufzentrums Deutschlands – bei Dodenhof in Posthausen.

Die Technologiehersteller reagieren auf diese Entwicklung und schaffen die notwendigen Voraussetzungen, um die Bildschirme in die IT der Unternehmens zu integrieren. So auch das Balinger Unternehmen Bizerba http://www.bizerba.com. „Die PC-Waagen der K-class Serie können an die beim Kunden vorhandene Hard- und Software mühelos angepasst werden. Jede Waage besitzt ihre eigene IP-Adresse und kann von jedem Punkt der Erde aus über das Web angesteuert werden. Über unseren Online-Shop Retail Mall kann der Anwender zu einer Vielzahl von Frischeprodukten Herkunfts- und Inhaltsangaben, Rezeptvorschläge sowie Marken-Logos und Werbefilme beziehen und direkt auf das Display der Waagen einpflegen“, erklärt Matthias Harsch, Mitglied der Bizerba-Geschäftsführung. Der Handel zeigt sich interessiert und durchaus investitionsbereit. So plant laut einer Studie des EHI Retail Institutes mehr als ein Drittel der befragten Handelsunternehmen, in naher Zukunft LCD- oder Plasmabildschirme in den Filialen einzusetzen. „Der betriebswirtschaftliche Nutzen ist überwältigend. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass allein der Einsatz von Monitoren als Werbemittel im Vergleich zu klassischen Text-Preis-Plakaten eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 21,75 Prozent bewirkt“, resümiert Sartorius.

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