IT-Dienstleister beurteilen ihre Geschäftslage so optimistisch wie im Boomjahr 2000

Die Einschätzung der Geschäftslage der IT-Dienstleister ist nach einer Umfrage des DIHK zur Zeit genauso gut wie im Boomjahr 2000. Im Vergleich Mit einem Lagesaldo von 38 Prozentpunkten reduziert die IT-Branche zwar ihre Lageeinschätzung um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Frühjahr 2008. Nach wie vor verspüren die Serviceanbieter den Nachfragesog vor allem durch Unternehmen und Behörden, die ihre Abläufe weiter digitalisieren.46 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage als „gut“ ein, ebenfalls 46 Prozent bewerten die Lage als „befriedigend“ und acht Prozent bekunden eine Lageverschlechterung. Im Frühjahr schätzte mehr als jeder zweite IT-Dienstleister seine Geschäftslage als „gut“ ein – eine Verschlechterung gaben zu diesem Zeitpunkt sechs Prozent zu Protokoll.

Im Herbst 2008 blicken 36 Prozent der befragten Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Bei der Vorumfrage erwarteten 43 Prozent bessere Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten. Die Anzahl der Pessimisten ist von sieben Prozent im Frühjahr auf derzeit zwölf Prozent angestiegen. Die Unternehmen gehen davon aus, dass der Markt für IT-Dienstleistungen weiter wächst und dass der Digitalisierungstrend von Geschäftsprozessen auch im nächsten Jahr weiter anhält.

Das Auslandsgeschäft wird im nächsten Jahr erneut zulegen. Mit einem Ausfuhrsaldo von 28 Prozentpunkten weist die IT-Branche zwar vergleichsweise gute Exporterwartungen aus. Jedoch ist der Abwärtstrend des Ausfuhrsaldos seit dem Frühjahr 2006, anfangs langsam und in kleinen Schritten, nun in einem größeren Schritt erkennbar. Gegenüber dem Frühjahr verzeichnet der Saldo einen Rückgang in Höhe von zehn Prozentpunkten. 35 Prozent der Unternehmen rechnen mit höheren Exporten, gegenüber 43 Prozent im Frühjahr 2008. Aktuell erwarten sieben Prozent der Unternehmen einen Exportrückgang, vor sechs Monaten waren es noch fünf Prozent.

Auch im nächsten Jahr gehen von der IT-Branche Impulse für Investitionen aus. Ein Viertel der Unternehmen beabsichtigt in den nächsten Monaten mehr zu investieren – nach 31 Prozent im Frühjahr und 34 Prozent vor einem Jahr. Dagegen bekunden nur 13 Prozent der Betriebe restriktive Investitionspläne – nach ebenfalls 13 Prozent vor sechs Monaten und zwölf Prozent vor einem Jahr. 43 Prozent der IT-Dienstleister beabsichtigen im nächsten Jahr in Produktinnovationen zu investieren, 51 Prozent geben an, dass sie in neue Anlagen investieren werden.  

Der Dienstleistungsreport kann unter folgender URL runtergeladen werden: http://www.dihk.de/inhalt/download/dienstleistungsreport_herbst_2008.pdf



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