Vernetzte Services für eine vernetzte Welt: ichsagmal-Gespräch

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Gespräch mit Thomas Dehler, Geschäftsführer des Berliner Dienstleisters Value5. Start um 17:30 Uhr.

Das Interview ist eine Fortsetzung der Story zum Thema: NETZÖKONOMIE BRAUCHT VERNETZTE SERVICE-ORGANISATIONEN UND KEINE STARREN CALL CENTER-SILOS. Credo von Dehler:

„Zentralistisch geprägte Call Center-Organisationen passen nicht mehr in eine Landschaft, die von Vernetzung und Mobilität geprägt ist. Es fällt zunehmend schwerer, die besten Talente an einem Ort zu gewinnen. Die Rekrutierung von Mitarbeitern muss sich mit Verlegenheitslösungen über Wasser halten. Agenten stehen in Großraum-Büros unter einem enormen Leistungsdruck und reagieren häufig mit Ellbogen-Mentalität gegenüber Kollegen. Die Teamarbeit und der Wissensaustausch bleiben auf der Strecke – auch wenn in der Öffentlichkeit das Gegenteil behauptet wird.”

Das passt gut zu einem Beitrag der SZ: Ein Hoch auf das Home-Office.

Der klassische Arbeitstag, der um neun beginnt und um 17 Uhr endet, sei ein Auslaufmodell, so die SZ. Auch in Tarifrunden gehe es nicht mehr allein um Geld oder darum, möglichst viel Freizeit auszuhandeln.

“Es geht immer öfter um menschenfreundliche Arbeitsmodelle. Um besseres Arbeiten für Ältere und um die Chancen der Jungen. Vielleicht wollen die Älteren weniger Stunden am Tag arbeiten, weil sie nicht mehr so kräftig sind. Vielleicht wollen Jüngere mehr arbeiten, weil sie sich leistungsstark fühlen. Für solche Bedürfnisse müssen Lösungen her, auch die Gewerkschaften sind da gefragt”, so die SZ.

Es geht auch um Vertrauen. Arbeit in den eigenen vier Wänden wird immer noch misstrauisch betrachtet, wie die Yahoo-Chefin Marissa Mayer zum Start ihrer Amtszeit unter Beweis stellte. “Ich sitze im Büro meines Unternehmens, also arbeite ich.”

So sehen es immer noch viele Entscheider in der Wirtschaft.

“Nun, so misstrauische Chefs sind von vorgestern. Bei der Arbeit im Home-Office geht es nicht darum, dass die Leute zu wenig arbeiten. Das Gegenteil ist meist der Fall”, so die SZ.

Man vertrödelt vielleicht weniger Zeit mit der Imitation von Arbeit gegenüber Arbeitskollegen. Auch am Arbeitsplatz des Arbeitgeber ist es möglich, in der Nase zu bohren oder seine Zeit beim Schwätzchen mit anderen Mitarbeitern zu verbringen.

All das werde ich heute mit Thomas Dehler besprechen, denn seine Firma praktiziert schon seit fast zehn Jahren flexible Arbeitsmodelle.

Übrigens ist die Planung von Livestreaming-Sessions bei Google Plus sehr viel einfacher geworden, wie Hannes Schleeh in seinem Blog erläutert.

Bislang bekam man den Einbettungscode für das Livestreaming erst kurz vor dem Start der Hangout on Air-Session. Das hat Google jetzt verbessert. Ein Segen für die Verbreitung von Gesprächen und Kongressen, die direkt ins Netz übertragen werden:

“Der Iframe steht sofort auch für Sendungen weit in der Zukunft schon zur Verfügung. YouTube / Google zeigt dann ein leeres schwarzes YouTube-Fenster auf dem Blog an. Wenn man darauf klickt wird einem der Countdown bis zum Beginn der Sendung angezeigt”, schreibt Schleeh.

Über die Q & A-Funktion, die man bei der Terminierung der Sendung aktiveren kann, können im Vorfeld des Livestreamings Fragen gestellt werden. Auch sehr löblich. Das steigert die Interaktion!

Also wer für die Gesprächsrunde um 17:30 Uhr Anmerkungen und Fragen hat, kann das hier loswerden. Während der Live-Übertragung ist das natürlich auch möglich – das war schon vorher so.

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Humane Arbeitsplätze und die Versäumnisse der Architekten: Meinung gefragt

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Mein Kollege hat sich mal die Mühe gemacht, eine Transkription meines Interviews mit der Wohlfühlinitiative zu erstellen.

Vor allem das letzte Drittel finde ich spannend: Die Rolle der Architekten bei der Arbeitsplatzgestaltung. Wer da noch fachlich etwas beisteuern kann, ist herzlich eingeladen. Bis Montag benötig ich Statements. Wie immer hier als Kommentar posten (mit Vor- und Nachnamen, Funktion) oder per Mail an: gunnareriksohn@googlemail.com

GS: Wir sind auf der Call Center World in Berlin. Es gibt sehr viele technische Themen, auf der anderen Seite gibt es aber auch das Thema der Qualität der Arbeitsplätze. Sie sind Mitglieder der Initiative „Wohlfühlarbeit“. Herr Giesel, Herr Harrer, auf was kommt es an um sich bei der Arbeit wirklich wohl zu fühlen?

Giesel: Der Bogen ist natürlich relativ weit gespannt. Es geht im Grunde los mit den ganz normalen Wohlfühlfaktoren ,die jeder kennt, aus dem ganz normalen Arbeitsleben. Ich muss mich gut fühlen, das Klima muss gut sein, es darf nicht zu laut sein, das Licht muss passen. Wenn man diese drei Faktoren schon mal abgedeckt hat, dann hat man 80% der Leistung abgelegt.

GS: Nun genießen Call Center nicht gerade den besten Ruf was die Arbeitsplatzbedingungen angeht. Man spricht von Legehennenbatterien und von Massenarbeitsplätzen, wo 300 Leute in einem Großraumbüro sitzen. Was kann man da arbeitstechnisch oder bürotechnisch ändern?

Harrer: Ich gebe Ihnen Recht, das ist so. Die Botschaft die wir mit der Initiative Wohlfühlarbeit geben möchten ist, die Erkenntnis zu akzeptieren und auf die Bedürfnisse der Menschen im Büro oder Call Center und die ergonomischen Bedürfnisse auch einzuhalten um den Arbeitsplatz so zu schaffen, dass er auch wirtschaftlich interessant ist für das Unternehmen. Effektiv in der Leistung. Und durch das Wohlfühlen die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten bleibt.

GS: Wo sind denn die meisten Defizite? Sie werden auch die Branche analysiert haben. Wo sehen Sie die meisten Defizite?

Giesel: In der Tat ist es so wie ich eben sagte. Die drei Top-Faktoren sind 1. Akustik, 2. Klima, 3. Licht. Das sind die Dinge die im Büro stören. Wenn es zu laut ist, das Klima oder das Licht nicht stimmen, dann fühlen sich die Mitarbeiter gestört. Jeder weiß, wenn man sich gestört fühlt, kann man nicht gut arbeiten.
GS: Großraum gibt es nicht nur im Call Center, sondern überall in der Büroarbeitswelt. Wie kann man Dinge umgestalten, was kann man tun? Welche Technik wendet man an um die Belichtung, die Luft und den Büroarbeitsplatz zu verbessern? Herr Harrer?

Harrer: Der Büroarbeitsplatz sollte immer so geschaffen sein, dass er im Einzelbüro den Arbeitsplatzbedürfnissen des Menschen entspricht und die Bedürfnisergonomie als erste Priorität gesetzt wird. Auch in Gruppenbüros ist es so, dass die Privatheit, die Territorialen der Mitarbeiter beachtet werden müssen. Nicht der Neuzeitliche Mensch ist neu, sondern der Mensch ist Mensch geblieben. Er hat das Bedürfnis, dass er in seiner Arbeitswelt so arbeiten kann, dass er die Konzentration hat die er benötigt für seinen Job und seine Arbeit und er die Kommunikation nach innen und nach außen hat. Und dass er auch das Gefühl hat eine Art Zuhause zu haben, seinen Arbeitsplatz im Büro auch zu finden. Sich nicht erst eindocken und einbuchen muss, wo er heute gerade arbeiten soll.

GS: Ich kann mir vorstellen, bei den Arbeitgebern, den Personalchefs, die für die Arbeitsplatzausstattung zuständig sind, dass bestimmte Faktoren gar nicht ernst genommen werden, wie die Luftqualität. Ist das eine Erfahrung die sie auch in Ihrer täglichen Arbeit kennenlernen?

Giesel: Leider, es ist unsere Grundaufgabe dieses Bewusstsein zu schaffen, bei den Entscheidern, die letztendlich auch das Geld dafür ausgeben müssen. Auf dieser Messe, der Call Center World ist es immer wieder ein Argument, dass es sich die Mitarbeiter wünschen. Dass das Klima besser ist, die Akustik besser ist, dass auch schon große Probleme da sind, aber auch oft gehört wird, „unsere Chefs geben das Geld dafür nicht aus, die sehen nicht den Nutzen.“. Es ist eine prinzipielle Frage, dass man auch weiter thematisiert und sensibilisiert. Dass derjenige der es entscheidet davon überzeugt ist, dass er etwas Gutes für seine Mitarbeiter tut.

GS: Bleiben wir mal bei der Luftqualität, welche Stellschrauben kann man da bewegen? Was kann man da machen? Und was machen Sie in der Status Quo Analyse?

Giesel: Wenn man das Thema Raumklima analysiert, sollte man immer bei dem 1×1 anfangen. Das Thema Temperatur ist immer ganz entscheidend. Temperatur, Luftwechsel, also der Frischluftanteil, und die Luftfeuchtigkeit. Das sind die drei wichtigen Faktoren. Wir gehen so vor, dass wir direkt vor Ort, im Unternehmen schauen: Wo sind die Engpässe? Wie ist die Temperatur gestaltet? Um dann Lösungen vorzuschlagen.

GS: Wir sehen es auch hier am Stand, hier sprüht etwas heraus. Was genau kommt da raus?

Giesel: Dort kommt jetzt reines Wasser raus, reines, speziell aufgearbeitet Wasser. Was hier im Dauereinsatz gezeigt wird, wird dann im Betrieb weniger sichtbar sein, aber genau diese Wirkung hat. Den Organismus, die Gesundheit und die Schleimhäute schützt und dem Menschen wohlbefinden schafft. Ein ganz wichtiger Aspekt, und da ist der große Stellhebel, dass die Gesundheit dazu führt, dass die Mitarbeiter weniger krank sind und seltener Zuhause bleiben und dadurch der Wirtschaftliche Faktor erhöht wird.

GS: Trockene Luft kann ja sogar bis zur Nierenkolik führen. Was ist noch zu berücksichtigen? Beispielsweise in der Ausstattung?

Harrer: Unsere Philosophie des Hauses „Preform“, das ich seit 20 Jahren als Vertriebsleiter vertreten darf, hat in der Philosophie den Leitfaden „Humanisierung“ am Arbeitsplatz, Büro, die Prävention in den Vordergrund gestellt. Der Mensch soll sich nicht den Möbel anpassen, sondern die Möbel an den Menschen. Dass Wirbelsäulenprobleme dadurch reduziert werden, dass die Reizflut wesentlich geringen wird. Menschen haben ja nicht in der Häufigkeit Stress durch den Arbeitsablauf oder die Aufgabe, sondern durch die Reizflut, die im Kopf erstmal gefiltert werden muss. – Was will ich wissen, was will ich sehen, was will ich nicht wissen – Das diese Überinformation erstmal so gestaltet wird, dass sie reduziert wird, dass der visuelle Schutz gewährleistet wird, sowie auch der akustische Störbereich wesentlich reduziert wird. Dann sind die Menschen auch am Arbeitsplatz in dem Bereich Wohlfühlarbeit.

GS: Wie viel müssen Sie sich dann mit den Architekten anlegen? Es gibt viele die sind da sehr empfindlich. Die Architekten haben bestimmte Konzepte und denken vielleicht am Ende des Tages gar nicht an den einzelnen Menschen, der da arbeiten muss. Es gibt in Bonn ein berühmtes Beispiel, das ich hier aber nicht anführen will. Dort gibt es dann Lichtkonzepte, Glaskonzepte, da gibt es sogar ein Ordentlichkeitskonzept, dass ein bestimmter Glastisch immer von irgendwelchen Unterlagen befreit werden muss, wenn man den Raum verlässt. Daran würde ich Beispielsweise scheitern, weil ich ein unordentlicher Mensch bin, bei dem in der Unordnung aber noch eine gewisse Ordnung besteht. Meine Individuelle Note könnte ich da schon mal nicht durchsetzten.

Harrer: Bei Glas wäre ich sehr vorsichtig. Das hat nicht nur etwas mit der Transparenz des Lichtes, der Durchsichtigkeit und Offenheit, sondern auch mit Hygiene zu tun. Glas und Hygiene, beides verträgt sich überhaupt nicht. Ich habe solche Fälle schon im Hochsommer gesehen. Jeder Mensch hat irgendwann mal Schweisshände und gerade das hat hygienische Gründe, Gesundheitserhaltung und Krankheitserreger zu erhalten.

GS: Was sind denn Trends, die auch in der Architektenszene spielen, damit müssen Sie sich ja auch auseinandersetzten.

Giesel: Natürlich, das ist auch oftmals das große Problem. Die Architekten legen sehr viel Wert auf Ästhetik und Design. Man muss ihnen aber entgegenrufen, „Liebe Architekten, achtet auf die Menschen. Schaut auf die Menschen die im Büro arbeiten, macht es funktional. Das ist das kleine 1×1, Akustik, Licht, Klima. Darauf müsst ihr achten. Alles andere herum ist zwar nett, sieht auch gut aus, wenn es die Funktion erfüllt ist es perfekt. Ansonsten lieber darauf verzichten, und den Menschen im Fokus sehen.“

GS: Eigentlich müssten Sie dann in der Frühphase mit eingebunden werden. Das wäre doch die Perfektion, oder?

Harrer: Wenn wir in der Frühphase eingebunden sind, wäre es für alle Seiten vorteilhaft. Für den Investor, den Architekten, sowie unsere Unternehmen, die als Hersteller gelten. Wir werden leider Gottes erst zu spät eingebunden. Dann müssen wir mit sehr viel Engagement und Überzeugungskraft auch den Architekten überzeugen, dass unsere Philosophie gedacht ist für den Menschen und die Leistungsfähigkeit seiner Arbeitsprozesse sowie die Wirtschaftlichkeit für das Unternehmen. Mit Schönheit, das erleben wir im Wohnen – schöner Wohnen – und Büroleben sind zweierlei.

GS: Frühzeitige Einbindung bedeutet aber auch Geld zu sparen, oder?

Giesel: Ja natürlich. Das möchte auch jeder Architekt gerne. Sollte er zumindest, außer er hat Bauherren die viel Geld ausgeben wollen. Das ist genau der Punkt. An diesem Punkt setzten wir auch mit der Initiative Wohlfühlarbeit an. Das wir einfach sagen, wir müssen frühzeitig sensibilisieren. Wir müssen es kommunizieren, dass die Architekten, die die Arbeit machen müssen das auch frühzeitig wissen. Aber auch, dass die Bauherren, die mitentscheiden was passiert, sensibel sind für die wichtigen Themen heute sind.

GS: Kann man das auch prozentual ausdrücken? In wie vielen Fällen werden Sie im Vorfeld zumindest schon einmal gefragt?

Giesel: Die gute Nachricht ist, dass es steigend ist. Tendenz steigend. Aber es ist noch zu wenig. Wir haben nun den Vorteil, die Firma „Preform“ und die Firma „Draabe“, dass wir sehr viel Endkundengeschäft machen und wir den direkten Kontakt zu dem Endkunden sehr frühzeitig haben, da kann man viel mehr bewegen als über Planer die etwas schwerfälliger sind.

Büroarchitekten ignorieren Faktoren für Wohlfühlarbeit #ccw12

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Im meinem Beitrag “Über Lichtsuppen, schrumpfende Büros und Lärmstress: Moderne Büros vernachlässigen den Faktor Mensch” habe ich mich ja schon über die planerischen Mängel beim Bau von Bürogebäuden ausgelassen.

Wenn Architekten und Designer sich in der Bürowelt austoben, bleibt häufig die individuelle Note auf der Strecke: Glasfassade mit Lichtkonzept, Glastische, Glaswände – fehlt eigentlich nur noch das gläserne Klo. Aseptische Arbeitsplätze, die kaum Raum für persönliche Vorlieben lassen. „Denkt immer an die Menschen! Das muss man heute mehr denn je allen zurufen, die Büros planen und einrichten“, fordert Dominic Giesel, Sprecher der Initiative Wohlfühlarbeit. Ruhe, Entspannung, gesunde Atemluft, Wohlbefinden und der Schutz der Gesundheit seien Grundbedürfnisse, die befriedigt werden müssen. „Design und Funktionalität sind bedeutungsloses Beiwerk, wenn Architekten ihre Hausaufgaben nicht machen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“, sagt Giesel im Gespräch mit Service Insiders.

Das gilt für Raumgestaltung, Lärmpegel, Luftqualität, Beleuchtung, Büromöbel, individuelle Gestaltung des Arbeitsplatzes und Bepflanzung. In der Regel achten Bauherren und Architekten wenig auf Kriterien, die für Büro-Mitarbeiter wichtig sind. Dabei müsste man schon bei der Planung entsprechende Expertisen einholen und in das Baukonzept integrieren, statt nachträglich mühsam Schwachstellen zu beseitigen. Unter dem Strich wird das nämlich teurer, wie mir zwei Vertreter der Initiative “Wohlfühlarbeit” im Interview auf der Call Center World in Berlin bestätigten:

Auf dem Weg zur Easy Economy: „Arbeiten mit wem, wo und wann man will“ – IP-Kommunikation verändert die Unternehmensorganisation

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DSC_0003Die starren Kommunikationsinfrastrukturen in den Unternehmen sollen von einer neuen Gerätegeneration abgelöst werden. Die Spezialprogrammierung der herkömmlichen ISDN-Anlage weicht der Standardprogrammierung einer IP- oder Hybrid-Lösung. Letztere haben nach Ansicht von Wirtschaftsexperten einen großen Vorteil: basierend auf LAN-Leitungen in Firmen können Telefone ebenso einfach wie schon Arbeitsplatzrechner oder Notebooks ans Firmennetz angeschlossen werden.

Eine Extraverkabelung für die Sprachtelefonie ist nicht mehr nötig. Die smarten Endgeräte passen sich auch leichter dem Nutzer und seinen Anforderungen an. Man müsse nicht mehr an seinem Arbeitsplatz im Büro sitzen, um alle technologischen Ressourcen abzurufen, so die Analyse des Berliner ITK-Spezialisten Aastra. Mit konvergenten Kommunikationstechnologien könne man die Arbeit überall erledigen. Das sei besonders für Berufsgruppen interessant, deren Tätigkeit wissensbasiert ist. Die beiden Säulen für flexibles Arbeiten: VoIP und Virtual Private Networks (VPNs). Letztere garantieren den sicheren Zugang zum Firmennetzwerk.

Hier die komplette Meldung.

Jobsuche mit dem iPhone – Personaldienstleister positionieren sich mit Online-Angeboten

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dsc_0009Personaldienstleister in Deutschland erwarten „goldene Zeiten“, so das Handelsblatt in einer aktuellen Meldung: “Nach der Krise werden mehr Zeitarbeiter beschäftigt sein als zuvor”, wird Randstad-Chef Ben Noteboom zitiert. Mittelfristig geht Randstad von einer Million Menschen aus, die in Deutschland bei Personaldienstleistern unter Vertrag stehen werden – das entspräche einer Steigerung der Beschäftigtenzahl in der Branche um gut 30 Prozent.

Zeitarbeitsunternehmen, die sich auf Personaldienstleistungen mit qualifiziertem Fachpersonal wie kaufmännisches oder IT-Personal spezialisieren, seien von der Rezession derzeit kaum betroffen, so Reiner Pientka, Geschäftsführer der tecops personal GmbH: „In der Krise gewinnt eine Flexibilisierung der Personalstruktur in den Unternehmen enorm an Bedeutung. Unternehmen versuchen vor dem Hintergrund schrumpfender Auftragsbücher zunächst, Kosten zu drücken, indem sie ihre internen Prozesse und Workflows optimieren. Durch die in verschiedenen IT-Projekten erforderlichen zeitlich befristeten Personalressourcen entsteht eine Nachfrage an ‚Wissenszeitarbeitern’, die für einen festen Projektzeitraum klar umrissene Aufgaben übernehmen”, berichtet Pientka.

Gleichzeitig scheuten sich aber viele Unternehmen in Deutschland noch, bei Zeitarbeitsfirmen Personal anzufragen: „Mangelnde Transparenz der Konditionen und Kosten der Arbeitnehmerüberlassungen schufen in der Vergangenheit Entscheidungsvorbehalte und ein schlechtes Branchenimage, weiß der tecops-Chef. Um Vertrauen bei Kunden und Bewerbern zu schaffen, sollten die Anbieter von Personaldienstleistungen daher neben qualifiziertem Personal vor allem Transparenz zu Gehältern, Kosten und Margen schaffen, so Personalexperte Pientka. Dazu eigne sich insbesondere das Internet und die Neuen Medien: „In unserem neuen Webauftritt, den wir unter http://www.tecops.de gelauncht haben, bieten wir beispielsweise bewusst einen Kostenkalkulator an, der interessierten Unternehmen und Bewerbern auf einen Blick die Kostenbestandteile aufschlüsselt – bis hin zu unserer eigenen Marge legen wir jeden Pfennig offen.“

Auch Michael Zondler vom Personaldienstleister Harvey Nash sieht in intelligenten Serviceangeboten auf Basis der Neuen Medien den Schlüssel für ein besseres Branchenimage und spannende Wachstumspotenziale: „Mit Online-Diensten oder mobilen Angeboten wie unsere iSuite für iPhone-Nutzer können sich Kandidaten wie Kunden jederzeit zu offenen Positionen und dem Status ihrer Bewerbungen informieren“, erläutert Zondler. Attraktive Self Services würden zusätzlichen Kundennutzen schaffen, der gerade in Zeiten mit hohem Wettbewerbsdruck einen echten Vorteil darstellt.