Netzökonomie, Anti-Streber, Payback und der klassische Einzelhandel #Bloggercamp.tv

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Netzökonomie braucht Anti-Streber

Netzökonomie braucht Anti-Streber

In der Weltwirtschaft nimmt Deutschland immer noch einen Spitzenplatz ein. Betrachtet man die Leistungen, die wir netzökonomisch auf die Beine stellen, droht der Absturz ins Mittelmaß. Spätestens, wenn sich der froschgrüne Fuhrpark des neuen Lebensmitteldienstes „Amazon Fresh“ in deutschen Städten in Bewegung setzt, dürfte es auch den Handelsbaronen der Discounter dämmern, dass kein stationäres Geschäftsmodell vor den Online-Angreifern sicher ist. Und das ist nur ein kleines Beispiel von vielen, wie wir die digitale Revolution verpennen.

Aber man soll ja nicht nur mosern, die digitale Inkompetenz der politischen und wirtschaftlichen Elite beklagen oder den Status quo beweinen. Es gibt auch Stimmen im Land, die die richtigen Konsequenzen aus der Veränderung des Wirtschaftslebens ziehen. Zu ihnen zählen Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen, die in ihrem Opus „New Business Order“ (Hanser Verlag) dokumentieren, wie die von vielen belächelte unternehmerische Startup-Szene Wirtschaft und Gesellschaft verändern.

Die Ökonomie der Selbermacher braucht keine BWL-Lehrsätze

Was die beiden Autoren schreiben, wird den Prozess-Gurus, Powerpoint-Strategen und den Change-Managern mit ihren Innovations-Lippenbekenntnissen nicht gefallen. Prozessoptimierer, die mit ihren auswendig gelernten BWL-Lehrsätzen zunehmend ins Leere greifen, müssen erkennen, dass sich in einer vernetzten Welt alles sehr leicht kopieren lässt. Jeder benutzt die gleichen Tools und die gleiche Software. Natürlich können wir von Bits und Bytes nicht leben. Wir brauchen auch in Zukunft Energie, Finanzdienstleistungen oder Lebensmittel, aber eben keine Energiekonzerne, Banken oder Supermarkt-Ketten im alten Stil. Nachzulesen in meiner Anti-Streber-Mittwochskolumne für das Debattenmagazin “The European”.

Wie sich nun der Einzelhandel auf die Vernetzung vorbereitet – und wir wollen doch das Ganze jetzt nicht mit Multichannel-Geblubber kommentieren – diskutieren wir am Mittwoch in unserer 16 Uhr-Sendung von Bloggercamp.tv mit Dr. Oliver Bohl, Director Digital Business Development bei PAYBACK. Wie ergeben sich neue digitale Geschäftsmodelle für „althergebrachte“ Unternehmen?

Hashtag für Twitter-Zwischenrufe während der Liveübertragung wie immer #Bloggercamp. Ich bin als Außenreporter zugeschaltet aus Frankfurt von der Konferenz “Ökonomie neu denken”. Mal schauen, wie viele neue Gedanken wir zum Einzelhandel entwickeln? Man hört und sieht sich bei Bloggercamp.tv.

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Der Online-Handel und die ehrbaren Blumenkübel-Kaufleute

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Wo Hunde pissen, da lass Dich nieder!

Wo Hunde pissen, da lass Dich nieder!

Die ehrbaren Blumenkübel-Kaufleute unterschätzen immer noch die Sprengkraft des Online-Handels.

„Bisher wurde E-Commerce weitestgehend als eine weitere Art des Einkaufens betrachtet – in etwa so wie TV Shopping oder der Kataloghandel. E-Commerce wird zum Kanal ‚degradiert’ und strategisch von den meisten Unternehmen auch so behandelt, dabei ist es viel essentieller. E-Commerce ist die aktuell effizienteste Art Handel zu betreiben und steht damit in der Nachfolge von kleinen Kaufmannsläden über größere lokale Märkte bis hin zum Cash & Carry System“, schreibt der Berater Alexander Graf in seinem Blog „Kassenzone“.

Eine Dämonisierung von Amazon, Schwarze Fenster und Blumenkübel können den Niedergang des stationären Einzelhandels nicht aufhalten – auch nicht in Bonn-Duisdorf. Ausführlich nachzulesen bei bundesstadt.com. Das Phänomen der gemordeten Stadt ist keine Folge des neuen Einkaufsverhaltens, sondern das Ergebnis einer verfehlten Stadtplanung, die schon in den 60er und 70er Jahre einsetzte. Amazon und Co. wirken eher als Katalysator und verstärken die strukturellen Probleme der Einkaufszentren, Shopping-Meilen und Fußgängerzonen. Sollten wir mal bei Bloggercamp.tv diskutieren. Wer hat Lust?

Die Internetblase des Otto-Versandkonzerns

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Alte Zeiten ohne Online-Handel

Hans-Otto Schrader, Chef des Hamburger Versandkonzerns Otto, weist Kritik an zu geringeren Wachstumsraten seines Unternehmens im Vergleich mit Online-Händlern wie Amazon und Zalando zurück:

„Wir machen diesen Hype um die größten Umsatzzuwächse im Netz ganz bewusst und gezielt nicht mit“, sagt Schrader im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Die Goldgräberstimmung im Online-Handel erinnere ihn fast schon an die Zeiten der Internetblase. Es müsse sich aber erst noch zeigen, ob sich die hohen Erwartungen erfüllen und hinter dem schnellen Umsatzwachstum auch ertragreiche Geschäftsmodelle stehen.

Wenn der Schrader sich da mal nicht einreiht in die Garde der liebwertesten Gichtlinge mit ihren legendären Fehlprognosen: Etwa von Bill Gates:

„Mehr als 640 Kilobyte Speicher werden Sie niemals benötigen.“

Audi-Chef Rupert Stadler ist da schon einen Schritt weiter:

“Nur wer bereit ist, auch das eigene Geschäftsmodell ständig zu hinterfragen, wird überleben.”

Am Beispiel des Buchhandels hat Trendforscher Professor Peter Wippermann das deutsche Lamento über den digitalen Wandel recht gut auf den Punkt gebracht: So fragen sich die Verlage, ob es gerecht sei, dass Amazon eBooks einführt.

“Gleichzeitig brechen die Großflächen-Kaufhäuser für Bücher zusammen, weil es sich wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt. Redaktionen werden abgebaut, weil das Vertriebssystem Papier nicht funktioniert. Hier gerät die analoge Industriewelt in den nächsten zehn bis 20 Jahren stärker unter Druck als es in den vergangenen 20 Jahren der Fall war.”

Warum diese Wendemarken in der deutschen Wirtschaft nicht erkannt oder in Abrede gestellt werden, hat Wippermann auch recht plausibel geschildert.

“Diejenigen, die jetzt Mitte 40 sind, haben eine lange Zeit gebraucht, um in Entscheidungspositionen zu kommen. Diese Führungskräfte sind in einer Welt aufgewachsen, die sich von der Welt der Jüngeren deutlich unterscheidet. Sie verteidigen ihre Positionen.”

Die Robotik habe zu einem Wegfall von Arbeitsplätzen in der Produktion geführt. Die vernetzte Ökonomie geht jetzt auch dem Management ans Leder. Und das ruft Widerspruch und Widerstand hervor. Am Ende bleibt dann vielleicht nur noch die Botschaft übrig:

Neckermann machte es möglich – aber nicht im Online-Handel.

Wie es um die digitale Transformation von deutschen Unternehmen bestellt ist, untersucht gerade eine Studie von Mind Business in Kooperation mit der Fachzeitschrift absatzwirtschaft. Die Befragung geht noch bis zum 30. April.

Eine Koalition der Elche gegen Amazon

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Scheitern gehört zur Disruption

Cashys Überschrift machte mich neugierig: “Gemeinsam gegen Amazon: deutsche Buchhändler und die Telekom mit E-Book-Reader tolino Shine”.

Deutsche Buchhändler? Nee. Es sind jene Konzerne, die in den vergangenen Jahren schon eine Spur der Verwüstung im Buchhandel hinterlassen haben mit ihren Buch-Supermärkten, die immer mehr zu Tschibo-Filialen mutieren und den Verkauf von Büchern zur Nebensache machen.

Zu dieser illustren Runde zählen also Thalia, Weltbild, Hugendubel sowie Club Bertelsmann.

“Die Partner setzen dabei auf die neue Marke tolino. Der eReader tolino Shine ist ab dem 7. März 2013 bei allen Partnern erhältlich. Der tolino Shine ist 6 Zoll groß und verfügt über ein HD E-Ink Display mit integrierter Beleuchtung, 1024 × 758 Pixeln nebst 16 Graustufen. 183 Gramm wiegt das Gerät, welches bis zu sieben Wochen Akkulaufzeit bieten soll”, schreibt Cashy.

Nun gut. Da reagiere ich mit der Plattitüde: Die Kritiker der Elche sind selber welche. Eine unheilige Allianz, die sich da zusammen getan hat. Denn selbst die Rasenmäher-Politik dieser Gemischt-Warenläden reicht nicht mehr aus, um Amazon ernsthaft Konkurrenz zu machen. Es ist also eine Koalition der Verlierer.

Wer etwas für gut Büchern übrig hat, sollte in gut sortierte Buchhandlungen gehen mit Inhabern, die sich für Literatur begeistern können.

Bertelsmann, hm. Da steht doch bei Richard Gutjahr folgender Beitrag: Bertelsmann: “Kindergärten angetestet”.

Dann hätten wir noch das im Angebot: Die dubiosen Geschäftsmethoden der Buchhandelskette Thalia.

Interessant auch: Hugendubel, Thalia & Co. – Abschied vom Buch. Kaum einer kauft mehr Bücher bei Hugendubel, Thalia & Co. In ihrer Not verhökern die Großbuchhändler allerlei Krimskrams. Amazon triumphiert.

Siehe auch:

Bekenntnisse eines Bibliophilen zum Dämon Amazon.

Amazon nach dem Shitstorm: Fans bleiben treu, trotz herber Kritik.

Bekenntnisse eines Bibliophilen zum Dämon Amazon

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Das Wehklagen der Buchbranche

Gerade schwebte ein Werbebriefchen von Printfinder in meinen Briefkasten. Überschrift des Schreibens: “Günstiger Bücher drucken im Baltikum”.

“Guten Tag und schöne Grüße aus Lettland!

Seit 2002 druckt Printfinder Bücher und andere Druckprodukte für Kunden in Deutschland und Skandinavien. In den letzten zehn Jahren ist Lettland beim Buchdruck zu einem führenden Exportland in Europa aufgestiegen, und wir sind stolz darauf, dazu beigetragen zu haben.

Viele Drucksachen können mit wesentlichen Preisvorteilen bei uns produziert werden. Nicht selten sparen unsere Kunden bis zu 40 Prozent (!) des deutschen Druckpreises. Dies betrifft vor allem Hardcover- und Softcover-Bücher in Auflagen von 300 bis 5.000 Exemplaren sowie Kataloge und Prospekte in unterschiedlichen Auflagen. Zudem sind wir auch im Siebdruckbereich (Freunde der Schreibkunst, hört auf, ständig “Bereich” zu schreiben. Siebdruck hätte es auch getan, gs) tätig, wo die Kostenvorteile oftmals noch höher sind. Gewöhnlich betragen unsere Lieferzeiten nicht mehr als drei Wochen.”

Soweit ein kleiner Auszug des Briefes aus dem schönen Riga. Da sind wir dann mitten im Thema Billiglöhne, Leiharbeiter, Arbeitsbedingungen, Dumpingpreise und sonstigen Ärgernissen, die derzeitig im Netzdiskurs hochschwappen. Und Printfinder ist nur einer von vielen Anbietern aus Osteuropa, die sich einen gnadenlosen Preiskampf liefern. Und die Verlage in Deutschland zählen zu den beliebtesten Kunden. Der Mindestlohn in Lettland liegt übrigens deutlich unter 300 Euro. Wer also aus der Verlagsbranche und Literaturszene mit dem Finger auf Amazon zeigt, sollte sich fragen, welche Rolle er selbst spielt beim Wettlauf um niedrige Preise, die wiederum zu erbärmlich schlechten Löhnen führen.

Das soll Amazon nicht frei sprechen. Die Beschwichtigungstöne des amerikanischen Konzerns nach der Ausstrahlung der ARD-Reportage „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ haben den Shitstorm im Social Web erst so richtig beflügelt. So kann man mit dem Thema nicht umgehen. t3n hat das sehr gut zusammengefasst.

Dämon Amazon

Der Bericht und die Aufregungswelle wird wohl auch dem Fundamentalkritiker Roland Reuß neue Nahrung geben. Der Heidelberger Germanist ist laut buchreport.de kein Freund von Open Access, warnte vor der Bücher-Digitalisierung durch Google und befürchtet jetzt, dass Amazon erst die Buchhandlungen und dann die Verlage „abmetzelt“. Sein Ratschlag an Sortimenter: Finger weg vom E-Book-Geschäft. Im Interview mit buchreport.de führt Reuß die Kritik an Amazon und am digitalen Gseschäft von Buchhandlungen weiter aus, die er in in einem Gastbeitrag für die FAZ zu Papier brachte.

Er ist wirklich der Ansicht, dass die Krise des Buchhandels nicht hausgemacht sei – “sieht man einmal davon ab, dass es flächendeckend immer wieder Läden gibt, die etwa keine Lust haben, bei Verlagen direkt zu bestellen und behaupten, es gebe bestimmte Bücher nicht, bloß weil sie ihr Grossist nicht auf Lager hat.”

Die Krise sei durch die Investitionen des amerikanischen IT-Kapitals hervorgerufen und da speziell durch die Infrastruktur, die Amazon, von weiten Teilen der Öffentlichkeit in ihrer Problematik unbemerkt, in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut hat.

“Die beuten systematisch die Faulheit der Leute aus (Bequemlichkeit) und schaden nicht nur der Buchbranche, sondern dem Einzelhandel insgesamt – und zwar massiv. Das wird bald auch ein wirtschaftliches Problem in jeder Region Deutschlands werden. Mich wundert, warum die Landtags- und Bundestagsabgeordneten vor Ort nicht stärker in die Pflicht genommen werden.”

Es gehe auch um einen bedeutenden Rückgang von Umsatz- und Gewerbesteuer und natürlich auch um drohende Arbeitslosigkeit.

“Dass die Firma mit Sitz in Luxemburg, die das planierraupenmäßig auf der ganzen Welt durchzieht, von einem korrupten EU-Recht steuerlich profitiert und durch Steuerersparnis Gewinne macht, ist nicht hinnehmbar. Die Franzosen haben es immerhin soweit gebracht, dass sie das Unterlaufen der Buchpreisbindung durch die Portofreistellung unterbunden haben. Das ist schon einmal ein erster Schritt”, so Reuß.

Zudem habe Amazon gezielt die Antiquariatsportale ZVAB und Abebooks aufgekauft.

“Außerdem werden Privatanbieter ermuntert, auf der Amazon-Website antiquarisch Bücher angeboten. An sich wäre das noch nicht schlimm. Man kann aber die Beobachtung machen, dass bereits bei Erscheinen nagelneue Bücher zu günstigeren Preisen als dem gesetzlichen Ladenpreis angeboten wird, manchmal wird sogar geworben dafür, dass diese Bücher noch eingeschweißt sind. Das kann gar nicht sein.”

Es folgt noch der Hinweis auf eine Strafanzeige von Reuß gegen Amazon wegen Hehlerei. Ein angriffslustiges Kerlchen. Dahinter verbirgt sich allerdings auch eine große Portion Blendwerk.

Die Kunst der Buchillustration

Wenn er beispielsweise Amazon als Luxemburger Steuerumgehungskonzern tituliert und die braven lokalen Buchhandlungen als ehrliche Steuerzahler in den Himmel hebt. Glaubt er wirklich, dass die großen Verlage und Buchhandelsketten keine Strategien zur Steuerminderung entwickeln? Und hat sich Reuß überhaupt mal die Mühe gemacht, sich mit der Bilanz von Amazon auseinanderzusetzen? Beispielsweise über die Höhe der Zahlungen an den deutschen Fiskus, über die Höhe der Gewerbesteuer, die Amazon an den eigenen Standorten abführt? Der amerikanische Konzern ist mitnichten ein Säulenheiliger. Aber die Dämonisierung von eBook, Vernetzung, Boom des Onlinehandels und Amazon führt die Buchbranche genauso ins abseits wie die Musikkonzerne und den stationären Handel.

Die Krise des Buchhandels ist nicht hausgemacht? Wie viele gute Buchhandlungen sind bereits durch die Buchkaufhäuser in den Abgrund gestürzt worden? Wie viele Druckereien mussten schon dichtmachen, weil große und kleine Verlage mittlerweile ihre Druckaufträge nach Osteuropa verlagern? Und wie sieht es mit den Buchhandelsketten aus, die in der Nachbarschaft noch ein modernes Antiquariat im Portfolio bieten mit schön eingeschweißten Büchern und der Aufschrift “Lagerschäden”? Das sind die gleichen Anbieter, die kurz via Amazon Marketplace kurz nach dem Erscheinen eines neuen Buches das Werk für einige Euros billiger verkaufen und damit die Buchpreisbindung unterlaufen – es sind deutsche Anbieter, Herr Reuß.

Georg Müller Verlag und die Kunst des Buchdruckes

Und wie steht es um die Buchdruck-Kultur in Deutschland? Es dominiert wohl eher auswechselbare Massenware. Auch die Kunst der Buchillustration, die in den 1920er Jahren eine Blütezeit hatte, befindet sich im Siechtum. Wer macht noch so tolle Bücher wie der Georg Müller Verlag – etwa die Halbleder-Ausgaben der Abtei Thelem? Auch die kann man mittlerweile mit der Lupe suchen.

Warum soll ich denn zu Hugendubel, Thalia und Co. gehen mit einer mittelmäßigen Beratungsleistung, die ich im Internet weitaus besser vorfinde? Es gibt immer noch sehr gute Literaturbuchhandlungen wie den Buchtempel von Klaus Bittner in Köln. In jeder größeren Stadt findet man davon vielleicht noch ein oder zwei Geschäfte. Mit sinkender Tendenz. Das wird die Buchbranche nicht retten. Auch das eBook-Bashing geht völlig am Thema vorbei. Reuß und Co. unterschätzen die Formatrevolution, die sich auch bei Büchern abspielt. Die Kipp-Geschwindigkeit nimmt zu. Aber immer noch sitzen beispielsweise die Verlage auf dem hohen Roß und lamentieren darüber, ob es gerecht sei, dass Amazon eBooks einführt, kritisiert Professor Peter Wippermann vom Trendbüro Hamburg im ichsagmal-Interview.

“Gleichzeitig brechen die Großflächen-Kaufhäuser für Bücher zusammen, weil es sich wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt. Redaktionen werden abgebaut, weil das Vertriebssystem Papier nicht funktioniert. Hier gerät die analoge Industriewelt in den nächsten zehn bis 20 Jahren stärker unter Druck als es in den vergangenen 20 Jahren der Fall war.”

Buch-Titel Streaming Revolution

Bücher werden sämtliche physikalische Beschränkungen verlieren. Unser Projekt “Die Streaming-Revolution – Ein fließende Buch über und mit Hangout On Air” kann da als Beispiel herangezogen werden. Mit oder ohne Amazon.

Siehe auch:

Amazon als Schwarzes Loch für den stationären Handel.