Sprachdialogsysteme und das Bananen-Problem #gforce13

Sprachdialogsysteme leiden immer noch unter dem schlechten Image der alten Tonwahl-Systeme „Drücken Sie die 1, 2 oder 3 und warten dreitausend Jahre auf einen Hotline-Agenten“.

Dabei geht schon vieles mit natürlicher Sprache – ohne die Restriktionen durch die Vorgaben des Anbieters. Auf der G-Force in Wien sprach ich mit Heinrich Welter vom Spezialisten für Sprachdialogsysteme HFN über die Anwendungsmöglichkeiten von automatischen Systemen und über die Personalisierung im Kundenservice.

„Oops, Wrong Planet!“ versus „Menschliches Versagen“ versus „Die verbotene Welt“

Nutzte der BND Prism-Daten, Frau Merkel? Was wussten Sie über die Bespitzelung?

Was wusste Merkel über Priem?

Sowohl das Innenministerium als auch der Verfassungsschutz haben laut eigenen Aussagen von Prism nichts gewusst und erst aus den Medien davon erfahren. Das sagten Innenminister Friedrich und Verfassungsschutz-Chef Maaßen heute bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2012. Nachzulesen bei netzpolitik.org.

Schwer vorstellbar, dass die Sicherheitsbehörden von „befreundeten“ Staaten der USA so ahnungslos sein können, wo man sich doch bei wirklich wichtigen Fragen ständig austauscht und auch bei Ermittlungen Daten zur Verfügung gestellt werden.

„Pikanter als Verfassungsschutz und Innenministerium dürfte der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst sein. Nachdem bekannt wurde, dass Geheimdienste in Großbritannien, den Niederlanden und Belgien Zugriff auf Prism-Daten hatten, liegt die Vermutung Nahe, dass auch der Bundesnachrichtendienst davon profitiert hat“, schreibt Andre Meister in seinem netzpolitik.org-Beitrag.

Und wenn das so ist, müsste es auf er Top-Ebene des zuständigen Ministeriums bekannt sein. Diese Frage muss also Angela Merkel gestellt werden, denn der BND zählt zum Geschäftsbereich des Kanzleramtes.

Eine Quelle aus dem Innenministerium sagte mir, wenn ich diesen Aspekt über fragdenstaat.de ansprechen würde – als Adressat das Bundeskanzleramt – würde ich „natürlich“ keine Antwort bekommen, da man sich auf Geheimhaltungsvorschriften zurückzieht. Ich werde aber in den nächsten Tagen diese Frage trotzdem stellen.

Wäre doch gut, wenn sich weitere entschließen könnten, das Bundeskanzleramt mit Fragen zu bombardieren.

Über die Kunst der Personalisierung in der Kundenkommunikation #gforce13

Den Auftakt der G-Force in Wien habe ich mal live via Hangout on Air übertragen, um mal zu testen, wie gut die Qualität ist. Eure Meinung interessiert mich.

Interessant ist der Schwerpunkt der Konferenz: Personalisierung der Kundenkommunikation. Leider allzu häufig ein leeres Versprechen der Unternehmen, sonst würde es ja die sinnlosen Kaltanrufe nicht geben.

Besser wäre es, die Wünsche der Kunden zu antizipieren und nur dann Kommunikation anzubeten, wenn es in dem Nutzungsszenario vom Endkunden abgerufen wird.

Dann könnte ich mir meine heutige Kolumne sparen: Ruf. Mich. Nicht. An.

Leider eine Illusion.