Um das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet zu forcieren, veranstaltete Samsung in Frankfurt eine Fachkonferenz zur Unterstützung der europäischen Smart TV-Kampagne. Zum Developer Day kamen über 100 professionelle TV-App- und Mobile-App-Entwickler, Web- und Software-Architekten sowie Spezialisten von Instituten und Universitäten. „Mit der European Smart TV Challenge wollen wir zusätzlich zu den professionellen Inhalten die Entwicklung kreativer Anwendungen fördern, um Verbrauchern eine ähnlich große Vielfalt wie bei mobilen Apps bieten zu können“, sagte André Schneider, Head of Product Strategy bei Samsung. Dazu stehe den Entwicklern ein Software Developer Kit mit integrierten Grafikbausteinen zur Verfügung, um Apps zu erstellen.
Jürgen Sewczyk, Mitglied des Vorstandes der Deutschen TV-Plattform, stellte beim Developer Day den Erfolg der hybriden Fernsehgeräte und entsprechender Dienste der wachsenden Zahl an Haushalten mit Zugang zu Breitband-Internet gegenüber. Zudem betonte er, wie wichtig eine einfache Handhabung und intuitive Benutzeroberfläche für den Erfolg von intelligent vernetzten Geräten sind. Die wichtigsten Vorträge habe ich aufgezeichnet.
Hier die Audioaufzeichnung der Vorträge von André Schneider von Samsung und Jürgen Sewczyk, Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform:
Und das Schöne an der Verpixelung ist ja, dass man sie nicht mehr rückgängig machen kann. Da bleibt uns bei der 3D-Ansicht doch einiges erspart. Die Häuser von Westerwelle, Aigner und Konsorten muss man sich nicht unbedingt ansehen. Hoffentlich hat der Bonner Oberbürgermeister für alle hässlichen Gebäude der Stadt auch Verpixelungsanträge gestellt: Stadthaus, Fußgängerzone, Bonner Loch, Hauptbahnhof etc. Das will ich nicht sehen im Netz.
Was von der gesamten Hysterie nun übrig geblieben ist, sind schlappe 2,89 Prozent, die sich gegen Google Street View ausgesprochen haben. Das ist aber ein laues Lüftchen Frau Aigner.
Torsten Krauel hat übrigens in einem Kommentar für Welt kompakt die Scheinheiligkeit der Debatte auf den Punkt gebracht. Wer sich über Google aufregt, sollte sich auch mit den staatlichen Übergriffen auseinandersetzen. Das ist nicht weniger harmlos, nur weil es vom Staat ausgeht – ganz im Gegenteil. So sollten sich Westerwelle und Aigner beispielsweise über die GEZ aufregen. „Von Staats wegen Bürger jagen, um Zwangsgebühren für ein TV-Programm einzutreiben, von dessen Gestaltung die Bürger ausgeschlossen sind? Einschließlich der Pflicht, Wohnungen für die GEZ zu öffnen? (Häufig sind es ja private Drückerkolonnen Dienstleister, die diesen schmierigen Job für den Staat erledigen, gs). Selbst dann, wenn man die Programme gar nicht sehen möchte? In Amerika wäre das ein Grund zur Revolte. Wer bei uns dagegen protestiert, bekommt es mit der Staatsanwaltschaft zu tun. Der in Deutschland nicht von den Bürgern gewählt, sondern von denselben Parteien ernannt wird, die auch den Sender kontrollieren. Wäre es nicht ein Schutz der Privatsphäre, sich auch bei der GEZ auf Knopfdruck abmelden zu dürfen, wie Google es bei Street View gestattet“, fragt sich Krauel. So etwas geht in Deutschland eben nicht automatisch, in einem Land, in dem es eine unbefristete Untersuchungshaft ohne Anklage gibt, in dem staatliche Behörden jederzeit private Konten einsehen dürfen und ansonsten höchst zurückhaltend mit Informationen sind – siehe Stuttgart 21. Da kommt doch Google gerade recht als Prügelknabe für die Polit-Apparatschicks.
An meinem heutigen Steve Jobs-Day präsentiere ich Euch eine Produkt-Weltneuheit: Der aufziehbare Schuco Examico mit Lokalisierungsfunktion. Jeder Fahrmeter, den das Kultfahrzeug in der Wohnung zurücklegt, wird automatisch über Facebook, Twitter und Co. angezeigt. Follower und Friends können zudem bestimmen, ob das Auto vorwärts, rechts, links oder rückwärts fahren soll.
Wie es zu den Mehreinnahmen von zwölf Millionen Euro kommt, wollte die Kölner Zentrale auf Anfrage des Handelsblattes nicht verraten. Ein Rewe-Sprecher sagte, unter dem Bilanzposten „Aufwendungen aus Einwegpfand“ fehlten Abschreibungen auf Automaten und Personalkosten, was zu einem „verzerrten Bild“ führe. „Hinweise oder Zahlen dazu finden sich im Geschäftsbericht nicht“, schreibt Handelsblatt-Redakteur Christoph Schlautmann. Die rund 10 000 Euro teuren Rücknahmeautomaten in den Supermärkten des Handelskonzerns würden das Jahresergebnis nur mit höchstens sechs Millionen Euro belasten, sofern sie über sieben Jahre abgeschrieben werden. Was mich erschüttert, ist die Naivität der Umweltverbände, die sich überrascht zeigen, dass man mit dem Einweg-Rückgabesystem Gewinne erwirtschaften könne und für Quersubventionen von Einweggetränken genutzt werden. Allein mit den Eigenmarken erwirtschaften vor allen Dingen die Discounter satte Zusatzerträge und freuen sich über jede leere Flasche, die im Restmüll landet.
„Von achtlos weggeworfenen Pfandflaschen profitieren am Ende allein die Hersteller. Sie kassieren in jedem Fall einen Pfandbetrag, können sich die Rückzahlung aber – falls das Leergut nicht zurückkehrt – mitunter sparen. Kein Wunder also, dass Händler wie Aldi (‚River Cola‘), Edeka (‚Perlquell‘) oder eben Rewe mit ihren Eigenmarken ihr Abfüllergeschäft stärken“, so Schlautmann. (Da passt das obige Foto: In einem Discounter in Bonn-Duisdorf steht neben dem Rücknahmeautomaten direkt eine Mülltonne, die immer gut gefüllt ist mit Einwegflaschen, die der Automat aus irgendwelchen Gründen nicht geschluckt hat. Wer dann keine Zeit hat, das zu monieren, schmeißt die Pulle in den Mülleimer).
Und dann winkt noch das Geschäft mit den leeren PET-Flaschen. Der Preis für eine Tonne liegt bei 400 bis 500 Euro. Lebensmittelverkäufer, beobachtet die Bonner Beratungsfirma Ascon, sind selbst mit Töchterfirmen ins Entsorgungsgeschäft eingestiegen.
Die Erlöse seien mancherorts fester Bestandteil der Kalkulation, die Verhandlungsmethoden ebenso rabiat wie in den gefürchteten Jahresgesprächen der Handelsketten mit ihren Lieferanten. Bei der Vermarktung des wertvollen PET-Abfalls werde um jeden Cent gefeilscht, berichtet Ascon-Geschäftsführer Sascha Schuh. Da verwundert es nicht, dass sich mittlerweile auch eine Interessenvertretung mit dem phantasievollen Namen „Arbeitsgemeinschaft konsumenten- und ökologieorientierte Getränkeverpackungen e.V.“ in der Berliner Politikszene kräftig für PET-Einweggebinde ins Zeug legt. Lidl und Co. können also hoch erfreut sein über die derzeitige Gemengelage am Getränkemarkt und über die Unfähigkeit des Bundesumweltministeriums, die Rahmenbedingungen für die mittelständisch geprägte Mehrweg-Industrie zu verbessern. Ohne eine Veränderung der Preissignale wird der Niedergang von ökologisch vorteilhaften Verpackungen nicht zu stoppen sein. Kennzeichnungen und Aufklärungskampagnen bringen keine Umkehr. Aber immerhin ist die Bundesregierung in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen schon zu der Erkenntnis gelangt, dass der Mittelstand vom Rückgang der Mehrwegquote überproportional betroffen ist.